Ex-Coudert-Partner erneut in undurchsichtiger Übernahme aktiv
Der Frankfurter Anwalt Hubert Hesse ist auch nach seinem erzwungenen Ausscheiden aus der Kanzlei Coudert Schürmann Mitte 2002 weiter im skandalträchtigen Umfeld des Neuer-Markt-Unternehmens Adori AG aktiv. Diesmal geht es um die handstreichartige Übernahme der liquidationsreifen GAP AG durch die Adori-Führung.Das Adori-Management hatte erst vor einigen Monaten unter merkwürdigen Umständen die Kontrolle über das Millionenvermögen des nicht mehr operativ tätigen Internet-Dienstleisters übernommen, die verbliebenen Kleinaktionäre dann aber doch noch per Pflichtangebotsverfahren abgefunden. "Dort war die Rechnung der Einsteiger offenbar nicht recht aufgegangen", schrieb jetzt die "Börsen-Zeitung" in einem neuen, mit "Räuberpistolen vom Neuen Markt" betitelten Bericht.
Wie bei Adori spielte Hesse auch bei der GAP-Übernahme eine „Schlüsselrolle“ („Börsen-Zeitung“). Im Zuge der Übernahme ließ sich das Adori-Aufsichtsratsmitglied auch in den neu besetzten GAP-Aufsichtsrat wählen und übernahm dessen Vorsitz. Die bisherigen GAP-Manager, unter ihnen die erst seit August amtierende ehemalige Siemens-Managerin Awa Garlinska, wurden ebenfalls sofort entlassen, Adori-Chef Martin Kagerer ist seitdem Alleinvorstand bei GAP.
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