Müller wird die erste Partnerin in den deutschen Reihen von Herbert Smith und kann auf eine langjährige Laufbahn in verschiedenen Kanzleien verweisen: 1995 begann sie als Associate bei Allen & Overy, ab 2001 half sie White & Case beim Aufbau ihrer deutschen Bank- und Finanzpraxis. Diese Erfahrung war bereits 2012 für ihren Wechsel in die junge Finanzpraxis von K&L Gates mit ausschlaggebend und dürfte nun auch eine wichtige Rolle für Herbert Smith gespielt haben.
In ihrer neuen Einheit wird Müller eng mit Kai Liebrich zusammenarbeiten, der vor rund einem Jahr von Mayer Brown hinzukam. Seitdem hat er für die Sozietät eine kleine Finanzpraxis in Frankfurt aufgebaut, die vor allem bei Restrukturierungen, zu Finanzprodukten wie Derivaten und im Aufsichtsrecht berät. Müller ergänzt das bisherige Angebot vor allem um Kompetenz bei Kredit- und Akquisitionsfinanzierungen. Künftig arbeiten in der deutschen Finanzpraxis von Herbert Smith Freehills vier Berufsträger, davon zwei Partner.
K&L Gates will nach Müllers Weggang zügig wieder in die Bank- und Finanzpraxis investieren. Für andere Fachgebiete hatte die US-Kanzlei kürzlich Verstärkung gewonnen. So hatte sie erst in der vergangenen Woche den Zugang des langjährigen Clifford-Partner Dr. Thorsten Vormann vermeldet. Der 53-jährige IP-Rechtler ist vor allem für seine Tätigkeit in Patentverletzungsverfahren bekannt und soll diesen Schwerpunkt bei K&L Gates weiter ausbauen. Zudem stieg Mitte März der Anwalt und Steuerberater Karsten Seidel als Partner in Frankfurt ein. Er kam von King & Wood Mallesons.