Mit Oberhammer gewinnt Wilmer eine erfahrene Größe aus der Lehre. Unter anderem saß Oberhammer der Reformkommission vor, welche die Novelle des österreichischen Schiedsrechts 2006 begleitete. Auch im aktuellen Reformvorhaben um das Schiedsrechtsänderungsgesetz soll er eine wichtige Position einnehmen. Als einer der wenigen Zivilrechtsprofessoren kann Oberhammer zudem auf Erfahrung aus dem gesamten deutschsprachigen Raum verweisen. Von 2001 an lehrte er als Ordinarius für Zivil- und Zivilprozessrecht an der Universität Halle-Wittenberg, zwei Jahre später wechselte er an die Universität Zürich. Anfang Februar dieses Jahres folgte er dann dem Ruf der Universität Wien. Seit 2006 war Oberhammer zudem als of Counsel für die Schweizer Kanzlei Stiffler & Partner in Zürich tätig.
Daneben war Oberhammer über die Jahre immer wieder als Parteivertreter, Gutachter und Schiedsrichter in zahlreichen Schiedsverfahren aktiv. So trat er als Schiedsrichter für den belgischen Fotokonzern Agfa-Gevaert in diversen Verfahren mit dem Insolvenzverwalter der ehemaligen deutschen Tochter AgfaPhoto auf.
Wilmer geht Schiedspraxis grenzüberschreitend an
Bei Wilmer trifft Oberhammer auf eine Gruppe von deutschsprachigen Schiedsexperten, die fünf Partner, drei Counsel und rund ein Dutzend Associates in London, Berlin und Frankfurt zählt. Unter Führung der beiden Co-Praxisleiter, dem Briten Gary Born und dem Österreicher Franz Schwarz, betreute dieses Team etwa die Deutsche Telekom in ihrem Schiedskomplex mit dem Medienkonzern Vivendi (mehr…). Seit Wilmer Hale Ende 2008 in Frankfurt eröffnete, hat die Kanzlei dort einen weiteren Brückenkopf für ihre internationale Schiedspraxis aufgebaut.
„Professor Oberhammers einzigartige Erfahrung als Wissenschaftler und Schiedsrechtsexperte in Deutschland, der Schweiz und Österreich entspricht unserer Philosophie, die internationale Schiedsgerichtsbarkeit immer in einem grenzüberschreitenden Zusammenhang zu begreifen“, sagte Franz Schwarz.
Mit einem vergleichbaren Konzept treten in Deutschland beispielsweise auch die US-Kanzleien Cleary Gottlieb Steen & Hamilton sowie Jones Day auf. Jedoch verfügen beide Sozietäten in Deutschland über geringere personelle Kapazitäten als Wilmer Hale, die hier in den vergangenen zwei Jahren viel investiert hat. Insgesamt fasst Wilmer Hale in ihrer internationalen Schiedsrechtsgruppe über 70 Berufsträger zusammen.