Fidal und Mills & Reeve arbeiten seit 2012 zusammen. In diesen zwei Jahren habe es 50 Verweismandate gegeben, heißt es in einer Presseerklärung. Unter anderem berieten die Briten das börsennotierte französische Digitaldruckunternehmen Global Graphics bei seiner Umwandlung in ein Unternehmen nach britischem Recht.
In der neuen französisch-britischen Partnerschaft ist Mills & Reeve der kleinere Partner. Mit gut 400 Anwälten, davon 116 Partner, setzte die Kanzlei im vergangenen Geschäftsjahr 80 Millionen Pfund beziehungsweise umgerechnet rund 100 Millionen Euro um. Sie ist eine der stärksten Regionalkanzleien Englands. Das Londoner Büro spielt nur eine untergeordnete Rolle, die wichtigsten Büros befinden sich in Cambridge, Birmingham, Manchester und Norwich.
Auch Fidal hat eine große Präsenz in der Fläche, obwohl es zuletzt Bestrebungen gab, das Pariser Büro im Markt sichtbarer zu machen. Fidal erwirtschaftet rund zwei Drittel ihres Umsatzes außerhalb der Hauptstadt. 2013 erzielten die rund 1.400 Anwälte, darunter rund 300 mit Partnerstatus, einen Umsatz von 322,5 Millionen Euro. Lange Zeit war Fidal mit KPMG liiert, diese Verbindung wurde 2003 im Zuge der weltweiten Regulierungsvorgaben getrennt. Allerdings besteht im Steuerrecht weiterhin eine nicht-exklusive Kooperation.
Auch in der internationalen Rechtsberatung kooperiert Fidal mit dem KPMG-Netzwerk. Zu den weltweiten Partnerkanzleien zählt die deutsche KPMG Law. Weitere Kooperationen unterhält Fidal mit Siqueira Castro in Brasilien, Miller Thoson in Kanada und Deheng in China.