Sölter folgt in Wiesbaden auf den 60-jährigen Stefan Sauer, der in den einstweiligen Ruhestand versetzt wird. Sauer hatte das Digitalressort als Amtschef 2024 in die Eigenständigkeit geführt. Den Personalvorschlag hat Ministerpräsident Boris Rhein dem Kabinett unterbreitet. Sölter soll die Verwaltungsdigitalisierung, den Ausbau der digitalen Infrastruktur und Zukunftstechnologien wie KI vorantreiben. Aktuell führt Prof. Dr. Kristina Sinemus das Ministerium.
Sölter war seit 2018 bei Freshfields in Hamburg tätig, zuletzt als Principal Associate in der Praxis für Öffentliches Wirtschaftsrecht. Formell gehörte er zum Team des Berliner Öffentlichrechtlers Dr. Michael Ramb. In unterschiedlichen Teams beriet er seine Mandanten umfassend zum Öffentlichen Wirtschafts-, Verfassungs- und Vergaberecht – regelmäßig im Kontext von Transaktionen, aber auch in klassisch öffentlich-rechtlich geprägten Projekten auf Unternehmensseite sowie auch für Bundesministerien und andere öffentliche Einrichtungen.
Konkret war er beispielsweise Teil der Teams, die einen globalen Tech-Anbieter zu zahlreichen deutschen und europäischen Gesetzesvorhaben berieten. Die Stadt Hamburg setzte bei der Entwicklung eines Ausbaukonzepts für Ladeinfrastruktur im Straßenraum auf den Rat eines Freshfields-Teams, dem Sölter angehörte. Darüber hinaus war er nach JUVE-Informationen zuletzt verstärkt mit Defence- und Vergaberechtsfragen befasst.
Nach dem Wechsel des Öffentlichrechtlers Sascha Arnold zu Ashurst Anfang 2025 hatte Sölter bei Freshfields in Hamburg dessen Schreibtisch übernommen. Dort dürfte Sölter als klassisch ausgebildeter Öffentlichrechtler zukünftig fehlen. Insgesamt bleibt die öffentlich-rechtliche Praxis der Kanzlei allerdings gut aufgestellt: Neben vier Partnern und einem Counsel verfügt Freshfields weiterhin über vier Principal Associates in dem Bereich – Klaus Umbach, Dr. Caspar Sachs, Dr. Jonas Köster und Dr. Katharina Reinhardt.