Beförderungen

Freshfields ernennt erstmals mehr deutsche als englische Partner

Insgesamt ernennt Freshfields Bruckhaus Deringer zum Beginn ihres neuen Geschäftsjahres Anfang Mai weltweit 23 neue Partnerinnen und Partner. Zum ersten Mal schneidet die deutsche Praxis dabei besser ab als die englische. Doch das ist nicht die einzige Auffälligkeit.

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Gleichstand hat es zwischen Deutschland und Großbritannien bei den Beförderungen  in der Vergangenheit schon einmal gegeben: 2014 und 2022 wurden in beiden Jurisdiktionen je 5 beziehungsweise 7 Partnerinnen und Partner ernannt. 2023 hatte London dann mit 11 Beförderungen wieder deutlich die Nase vorn, in ganz Kontinentaleuropa waren es nur 10, Deutschland stellte davon 6 – ein Partner ist sowohl in Wien als auch in Düsseldorf tätig. Nun steigen in Deutschland 7 Anwältinnen und Anwälte in die Partnerschaft auf, in London sind es nur 6.

Wie im Vorjahr stellt die deutsche Praxis innerhalb von Kontinentaleuropa die meisten Ernennungen – das Verhältnis variierte aber in den Jahren zuvor immer einmal. So stellten die deutschen 2019 nur 4 von insgesamt 10 Neupartnerinnen und -partnern in der EU.

ZeitraumDeutschlandGBEU (inkl. Deutschland, ohne GB)USARest
2015-1920,031,838,88,221,2
2020-2424,430,937,415,512,2
Anteil der Partnerernennungen in Prozent nach Ländern beziehungsweise Wirtschaftsräumen im Verhältnis zu den Gesamternennungen. Quelle: JUVE-Auswertung auf der Grundlage der Pressemitteilungen von Freshfields Bruckhaus Deringer.

Interessant ist der Vergleich über einen längeren Zeitraum hinweg. Auffällig ist, dass die Kanzlei im Zeitraum zwischen 2020 und 2024 insgesamt 38 Partner und Partnerinnen mehr gemacht hat als in den fünf Jahren davor. Darüber hinaus ist in demselben Zeitraum eine Verlagerung der Partnerernennungen insbesondere von den Standorten in China, Japan und Naher Osten in die USA sichtbar. Auch die Ernennungen deutscher Partner im Verhältnis zur Gesamtanzahl steigen um über vier Prozentpunkte, während der Anteil der Partnerernennungen aus Großbritannien und der EU (inkl. Deutschland ohne Großbritannien) leicht rückläufig ist.

Die Ernennungen bestätigen zudem einen weiteren Trend: Unter den 7 deutschen Beförderungen sind 4 Frauen (57 Prozent), international lag die Quote der weiblichen Neu-Partner bei 52 Prozent. Die Frauenquote unter den weltweiten Partnerernennungen liegt schon seit 2020 über dem selbst gesteckten Ziel von 40 Prozent. Die seit 2021 amtierende Senior-Partnerin Georgia Dawson hat die Förderung von Diversity zu einer ihrer höchsten Prioritäten erklärt.

In Deutschland gehören 2 Neuzugänge zur Praxisgruppe Global Transactions, die international mit 11 die meisten Beförderungen verzeichnete: Dies sind die Frankfurter Bank- und Finanzaufsichtsrechtlerin Dr. Janina Heinz und in Hamburg der Restrukturierungsspezialist Dr. Jan-Philip Wilde. Nach Ländern betrachtet hat hier Großbritannien mit 4 Ernennungen die Nase vorn. Dass auch 3 neue Partner aus New York darunter sind, unterstreicht noch einmal die Ambitionen der Magic-Circle-Kanzlei in den USA.

Mit Stefanie Fay aus Berlin, Dr. Tobias Timmann aus Düsseldorf und Kristina Weiler aus Hamburg erhält die Praxisgruppe Dispute Resolution Zuwachs, die international am zweitstärksten abschnitt. Auf London entfällt dabei nur eine Ernennung. Ein neuer Partner und eine neue Partnerin verstärken die Kartellrechtspraxis: In Düsseldorf ist dies Dr. Dominic Divivier, in München soll Dr. Ilka Oberländer den Bereich aufbauen.

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