Geiwitz kümmert sich um Fertigbaufirma

Das Amtsgericht Ravensburg hat im Insolvenzverfahren der Baugesellschaft Carl Platz den Neu-Ulmer Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Arndt Geiwitz von SKP Schneider Geiwitz & Partner mit der Verwaltung beauftragt.Das Unternehmen Platz aus Bad Saulgau, das vor allem Fertigbau-Eigenheime für zahlungskräftige Käufer herstellt, beschäftigt über 220 Mitarbeiter. Es hatte bis Ende August versucht, eine Finanzierungslücke zu schließen, die durch ein Projekt in Konstanz aufgetreten war. In der Kalkulation für ein Studentenwohnheim in der Universitätsstadt am Bodensee waren die Kosten offenbar viel zu niedrig angesetzt worden. Nachdem die Firma die nötigen Finanzmittel kurzfristig nicht beschaffen konnte, soll nun über das Insolvenzverfahren eine Sanierung erreicht werden. Nach Auskunft Geiwitz’ wird der Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen aufrecht erhalten und parallel mit potenziellen Investoren gesprochen.+++

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+++Die Langenfelder Großbäckerei Wulf musste Ende August wegen Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag stellen. Das Amtsgericht Düsseldorf bestellte Horst Piepenburg von Piepenburg-Gerling zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Das Unternehmen hatte vor Antragstellung mit seiner Hausbank vergeblich über eine Ausweitung des Kreditlimits verhandelt. Piepenburg ist nun damit befasst, einen Überblick über die geschäftliche Lage der Bäckerei zu erhalten, die mit 265 Arbeitnehmern im Rheinland Backwaren herstellt und verkauft. Auch hier läuft der Geschäftsbetrieb unverändert weiter.+++

+++Während die Sanierungsperspektive der Firma Wulf noch offen ist, hat eine andere Großbäckerei ihren Geschäftsbetrieb kurz vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens Ende Juli bereits eingestellt. Über 100 Mitarbeiter der ostdeutschen Goldback-Kette verloren ihren Arbeitsplatz. Rüdiger Wienberg von hww Wienberg Wilhelm konnte als Insolvenzverwalter bei der Erforschung der Vermögenslage von Goldback nicht auf die Unterstützung der Geschäftsführung zählen: „Nur dank der Kooperationsbereitschaft der Staatsanwaltschaft Cottbus,“ so Wienberg, „die rund 100 Aktenordner von Goldback aufgrund staatsanwaltlicher Ermittlungen sichergestellt hat, war es dennoch möglich, mir innerhalb kürzester Zeit einen Überblick über die Situation des Unternehmens zu verschaffen.“ Der Insolvenzantrag war nicht aus dem Unternehmen gekommen, sondern von der GEK Gmünder Ersatzkasse gestellt worden, der Goldback noch Sozialversicherungsbeiträge schuldig war. Die zwischenzeitlich von Cottbus nach Berlin umgesiedelte Firma Goldback war erst im vergangenen Jahr aus der Insolvenz der Cottbusser Bäckerei Hofmeister hervorgegangen. Der Hofmeister-Insolvenzverwalter Dr. Christoph Junker von Junker & Kollegen hatte im Juni 2006 einen Großteil des Unternehmens an Goldback übergeben. Von 150 Arbeitsplätzen konnten seinerzeit rund 100 gerettet werden.

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