Damit verliefen die letzten beiden Geschäftsjahre bei Wilmer jeweils mit einer leichten Steigerung beim Umsatz. 2011 hatte Wilmer beim Umsatz um 1,8 Prozent zugelegt (mehr…). Beachtlich ist die Verbesserung der Produktivität. Bereits im Geschäftsjahr 2011 stieg sie um vier Prozent, jetzt legte die Qualität der Mandate noch einmal zu. Dies geht zurück auf Personalreduktion, aber auch eine höhere Auslastung und verbesserten Honorarvereinbarungen. Die von Martin Seyfarth und Reinhart Lange geleiteten deutschen Büros in Berlin und Frankfurt zählen insgesamt 48 Berufsträger.
Wichtige Umsatzträger sind regelmäßig Dispute Resolution und Compliance. Eine für die Kanzlei zuletzt herausragende Transaktion war die Beratung des US-amerikanischen Investmentunternehmen Silver Lake Kraftwerk, das die Mehrheit an Friedola Tech übernommen hat. Das Transaktionsvolumen betrug 30 Millionen Euro. Ähnlich wie in vielen Kanzleien scheint das Transaktionsgeschäft insgesamt aber zu stagnieren. Die kritische Masse an Deals fehlt, um auch Annexgebiete wie die beihilferechtliche Praxis auszulasten.
Weltweit stieg der Umsatz auf eine Milliarde US-Dollar, im Vorjahr waren es 994 Millionen US-Dollar. Kanzleiweit spielen insbesondere Patentstreitigkeiten eine wichtige Rolle. In diesem Bereich zählt Wilmer den Computer- und Smartphone-Konzern Apple zu ihren Mandanten. Der Umsatz pro Berufsträger sank einem Medienbericht zufolge leicht auf 1,12 Millionen US-Dollar, während die Kanzlei personell um 77 Anwälte auf rund 960 Anwälte gewachsen ist.
An Gewinn nahmen die Partner laut dem Medienbericht jeweils 1,46 Millionen US-Dollar ein, im Geschäftsjahr 2011 waren es mit 1,376 Millionen US-Dollar etwas weniger. Der Gewinn wird bei Wilmer weltweit im Durchschnitt gleichmäßig verteilt.