Großverfahren für White & Case

Die angesehene Insolvenz-Verwaltungspraxis von White & Case hat im Oktober den Zuschlag für zwei größere Aufträge erhalten. Auch Staab & Kollegen und Schultze & Braun bekamen regional bedeutsame Verfahren.Vom Amtsgericht Pinneberg ist der Seniorpartner der Insolvenz-Praxisgruppe von White & Case, Dr. Klaus Pannen, zum vorläufigen Verwalter der Nier GmbH bestellt worden. Der Automobilzulieferer mit Standorten in Hohenlockstedt, Lübeck und Remscheid ist auf die Blechverarbeitung spezialisiert und beschäftigt rund 530 Mitarbeiter. Pannen führt den Betrieb derzeit fort.

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Der Düsseldorfer White & Case-Partner Dr. Biner Bähr wurde vom Amtsgericht Bonn als vorläufiger Verwalter der Conet AG in Hennef sowie ihrer hundertprozentigen Tochter daGama Business Travel GmbH eingesetzt. In der Conet-Gruppe sind bei einem Umsatz von etwa 30 Millionen Euro rund 320 Arbeitnehmer tätig. Von der Insolvenz betroffen sind lediglich 110 Beschäftigte: Die Hauptumsatzträger Conet Solutions GmbH und Conet Informationssysteme GmbH (insgesamt 21 Millionen Euro Umsatz) sind vom Antrag ausgenommen. Der Geschäftsbetrieb sei durch eine eigenständige Bankenfinanzierung gesichert, teilte das Unternehmen mit.

Bähr ist insbesondere wegen dieser Gesellschaften für den Fall optimistisch. „Die von der Insolvenz nicht betroffenen Töchter sind ein deutlicher Aktivposten“, so der Anwalt.

Der White & Case-Partner scheint damit immmer besser auch in Bonn voran zu kommen, wo Bähr bislang noch nicht regelmäßig bestellt wird. In Düsseldorf gehört Bähr bereits zu den meistbeschäftigten Verwaltern.

In Saarbrücken hat es der Namenspartner der dominierenden Saarländer Kanzlei Staab & Kollegen, Günter Staab, mit der vorläufigen Insolvenz der Rail Consult Verkehrsberatungsgesellschaft zu tun bekommen. Das Unternehmen mit 55 Mitarbeitern ist an den Planungen der Saarbahn beteiligt gewesen und zu einem großen Teil von Aufträgen der Deutschen Bahn AG abhängig. Diese hatte jedoch schon vor längerem einen Investitionsstopp verhängt. Gesellschafter von Rail Consult sind zur Hälfte das Planungsbüro für Bautechnik Obermeyer München sowie die Kölner Verkehrsbetriebe und die Güterverkehr Köln AG zu je 25 Prozent.

Vom Amtsgericht Offenburg ist Stefano Buck (Schultze & Braun) mit der vorläufigen Verwaltung des Fensterbaubetriebs Anthonj betraut worden. Die Gesellschaft mit 60 Arbeitnehmern führte zu 90 Prozent Aufträge der öffentlichen Hand aus und litt daher besonders unter der Auftragsrückgängen.

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