Haarmann

Strategieberater rückt an die Spitze der Beratungs-Gruppe

Haarmann Hemmelrath hat seine Managementstrukturen gestrafft. Als Managing Partner übernehmen der Hamburger Wirtschaftsprüfer Uwe Wolf (46) und der externe Strategieberater Jeff Thinnes (48) die operative Führung der Haarmann Hemmelrath-Gruppe.Der Amerikaner Thinnes soll zunächst für zwei Jahre an der Spitze von Haarmann stehen. Dort wird er sich der strategischen Geschäftsentwicklung und Steuerung der Haarmann-Gesellschaften und ihrer Standorte widmen.

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Thinnes bringt vor allem Erfahrung als internationaler Strategieberater mit. Er ist Gründer und Vorsitzender der Beratungsfirma JTI mit Sitz in Washington D.C. JTI ist auf deutsch-amerikanische Strategieberatung, Business Development und Kommunikation/PR spezialisiert.

Seit 2002 betreute Thinnes für JTI die europäischen Geschäfte des US-Logistiksoftwareunternehmens Manugistics. Zwischen 1996 und 1999 war er für Daimler-Benz in Washington D.C. tätig und als Vice President für den Marktauftritt des Autoherstellers in Amerika mitverantwortlich. Thinnes hatte früher auch als Anwalt in Colorado gearbeitet und war auf die Beratung von europäischen Mandanten in den USA fokussiert. Anfang der 1990er Jahre hatte er zudem herausragende Funktionen im amerikanischen Aspen Institute inne, einem so genannten Think Tank.

Thinnes ist – soweit bekannt – der erste externe Berater, der an die Führungsspitze einer deutschen Anwaltskanzlei rückt.

Sein Partner im neuen Management Board, Uwe Wolf, kommt dagegen von Haarmann Hemmelrath. Er ist bereits seit drei Jahren in der Kanzleiführung tätig und für Finanzen zuständig.

Dem operativ tätigen Management Board stellt die Kanzlei einen neuen fünfköpfigen Partnerrat mit Aufsichtsratsfunktion zur Seite. Neben den Namenspartnern Prof. Dr. Wilhelm Haarmann und Prof. Dr. Alexander Hemmelrath besteht das Gremium aus Dr. Harald Berninghaus, dem leitenden Partner der Haarmann-Management Consultants GmbH, sowie dem Londoner Partner Andrew Visintin. Ein fünftes Mitglied soll noch benannt werden.

Sensible Entscheidungen wie Partnerernennungen und Büroeröffnungen dürfen laut einer Sprecherin der Kanzlei nur in Zusammenarbeit von Management Board und Partnerrat getroffen werden.

Zum neuen Geschäftsjahr, das seit Juli läuft, hatte die Kanzlei im Rahmen ihrer Neuausrichtung außerdem ihre Vergütungsstruktur reformiert und die Umfirmierung in eine Partnerschaftsgesellschaft beschlossen. (Jörn Poppelbaum, Christoph Tillmanns)

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