Damit schlägt Berenbrok einen ähnlichen Weg ein wie der Frankfurter Schiedsexperte Prof. Dr. Rolf Trittmann, der im vergangenen Jahr bei Freshfields ausschied und als Einzelanwalt weiterarbeitete, sich aber später mit einer Schweizer Anwältin zusammenschloss. Auch Berenbrok startet nun alleine, allerdings in einer Bürogemeinschaft mit der Corporate-, Finance- und Asset-Management-Boutique Sollors & Co. Diese war 2008 von dem ehemaligen Firmenkundenchef der Privatbank Berenberg, Guido Sollors, gegründet worden.
Berenbrok war 1991 bei der Freshfields-Vorgängerin Bruckhaus Westrick Stegemann eingestiegen und wurde 1995 zum Partner ernannt. Während seiner Zeit in der Kanzlei hat er etliche große und prominente Deals für Mandanten wie Continental, Hapag-Lloyd oder Maersk begleitet. 2014 beriet er zudem Griechenland bei der Privatisierung ihrer Häfen. Als Co-Leiter der Gruppe Häfen und Schifffahrt gehörte er auch im Verkehrssektor zu den häufig empfohlenen Partnern der Kanzlei.
Bei Freshfields hätte Berenbrok nun noch bis 65 weiter tätig sein können, entschied sich aber schon jetzt für das Weiterarbeiten in Eigenregie. Sowohl er als auch Freshfields betonten, dass die Trennung im besten Einvernehmen erfolgt und sie auch eine weitere gelegentliche Zusammenarbeit nicht ausschließen.
In der Hamburger Corporate-Praxis von Freshfields sind weiterhin sechs Partner tätig. Zuletzt war dort im Mai 2020 Dr. Michael Haidinger altersbedingt aus der Partnerschaft ausgeschieden, neu ernannt worden war gleichzeitig Julia Sellmann.