Internationalisierung

Herbert Smith Freehills positioniert sich in Luxemburg

Die britische Kanzlei Herbert Smith Freehills eröffnet in Luxemburg im kommenden Jahr ihr siebtes europäisches Büro. Damit treibt sie den Ausbau in Europa weiter voran. Auch eine US-Kanzlei hat Pläne für die Region.

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Der Schritt folgt auf die Meldung, dass Herbert Smith Freehills mit Kramer Levin Naftalis & Frankel in den USA fusioniert, und bekräftigt die Ambitionen auf weitere Internationalisierung. Luxemburg gilt als Dreh- und Angelpunkt für Fonds und Investoren, die europaweit und weltweit tätig sind. Die Wege der meisten US-Investoren führen über diesen Standort. Die Präsenz in Luxemburg ermöglicht der Kanzlei, ihre europäische Präsenz im Private-Capital-Sektor auszubauen.

Mit der Eröffnung macht sich die Kanzlei unter anderem unabhängig von ihren bisherigen lokalen Partnerkanzleien wie Arendt & Medernach und Stibbe, die bei Fondsstrukturierungen eingebunden waren. Für die deutsche Fondsrechtspraxis um die Fondsrechtlerin Heike Schmitz, den Regulierungspartner Dr. Timo Bühler und den Steuerrechtler Dr. Steffen Hörner ist das neue Büro ebenfalls ein Gewinn, denn so kann die Kanzlei weltweite Investoren aus dem eigenen Netzwerk beraten.

Die deutsche Fondspraxis ist Teil des internationalen Private-Capital-Teams, wie auch die Corporate-Praxis. Herbert Smith hat in den vergangenen Jahren in den Ausbau dieses Bereichs investiert, indem sie 2023 und 2024 weltweit 26 Partner befördert und 13 Quereinsteiger eingestellt hat – darunter zwei in Frankfurt: Anfang 2024 kam der Private-Equity- und M&A-Partner Gregor Klenk von Goodwin Procter und Anfang 2023 Leveraged-Finance-Partner Dr. Fritz Kleweta von Paul Hastings.

Für die Eröffnung des Luxemburger Büros von Herbert Smith schließen sich drei neue Partner der Corporate-Praxis an. Die Fondsspezialistin Joanna Pecenik Vergès d’Espagne und der M&A-Experte Marc Tkatcheff kommen beide von A&O Shearman in Luxemburg, wo sie bisher als Counsel tätig waren. Außerdem wechselt der Steuerexperte Jean-Dominique Morelli von Maples & Calder, wo er Partner und Co-Leiter der Steuerrechtspraxis war.

In Luxemburg gibt es eine weitere Wettbewerberin, die sich in Europa verstärkt: Die US-Kanzlei Simpson Thacher & Bartlett eröffnet im ersten Quartal 2025 ihr zweites europäisches Büro mit prominenten Partnern. Seit 2021 ist die Kanzlei in Brüssel vertreten.

Der Co-Leiter der Fonds- und Asset-Management-Praxis und Leiter der Luxemburger Investmentfonds-Praxis von A&O Shearman, Jean-Christian Six, sowie der Partner Yannick Arbaut, auch von A&O, wechseln zu Simpson Thacher. Von Clifford Chance kommt ebenfalls der Co-Leiter der Investmentfonds-Praxis in Luxemburg, Paul Van den Abeele, um den Bereich Private Capital aufzubauen. A&O verliert damit in Luxemburg zwei Partner und im oberen Mittelbau zwei erfahrene Counsel an ihre Wettbewerberinnen.

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