Heros-Verwalter Sack zahlt hohe Belohnung

Mit Hilfe der Öffenlichkeit will Heros-Insolvenzverwalter Manuel Sack von Brinkmann & Partner, rund 90 Millionen Euro auffinden, die bislang in der Insolvenzmasse des im Februar 2006 insolvent gewordenen Geldtransportunternehmens fehlen. Zusammen mit der von ihm beauftragten Kanzlei Görling lobte Sack eine Belohnung von bis zu 18 Millionen Euro aus. Jeder Hinweis, der zu einem Rückfluss zur Insolvenzmasse führt, wird mit 20 Prozent der rückgeführten Summe honoriert. Das Vorgehen ist mit dem Gläubigerausschuss und den Strafverfolgungsbehörden abgestimmt.

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Bis zur Insolvenz war ein Schaden von rund 400 Millionen Euro entstanden. Die jetzt noch gesuchten 90 Millionen sind vermutlich über die Jahre als Bargeld veruntreut worden und haben daher wenig Spuren hinterlassen.

Nach dem Vorbild der Korruptionsbekämpfung in großen Unternehmen steht für anonyme oder vertrauliche Informationen ein Ombudsmann zur Verfügung. Diese Rolle übernimmt Wolfgang Gerhards, of Counsel bei Görling, der in Nordrhein-Westfalen Justizminister sowie in Sachsen-Anhalt Finanzminister war.

Görling hat sich auf Forensic Services spezialisiert und arbeitet seit Oktober 2006 mit dem Insolvenzverwalter zusammen, um Vermögenswerte zu ermitteln, die irgendwo in den knapp 30 Heros-Gesellschaften unterschlagen wurden. Für den aktuellen Fall wurde eine Telefon-Hotline geschaltet, bei der die gewünschten Tipps abgegeben werden können.

Insolvenzverwalter Sack ist zur Zeit noch voll mit dem Insolvenzverfahren beschäftigt: „Rund 80 bis 90 Prozent meiner Arbeitszeit verbringe ich mit dem Thema Heros“, sagte er. Angesichts zahlreicher noch ausstehender straf- und zivilrechtlicher Prozesse rechnet er damit, dass das Verfahren erst in etwa 10 Jahren abgeschlossen werden kann. (Markus Lembeck)

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