München

Inhouse-Juristen von Private-Equity-Haus Aurelius gründen eigene Kanzlei

Mit Fokus auf Transaktionen und Gesellschaftsrecht startet zum Januar die Münchner Boutique Massing Werner. Die beiden Namenspartner Dr. Stephan Werner (44) und Dr. Dominik Massing (40) gehörten bislang zu dem hauseigenen Legal-Team, mit dem die Beteiligungsgesellschaft Aurelius ihre Deals über die Bühne bringt.

Teilen Sie unseren Beitrag

Beide Partner hatten ihre Laufbahn in Großkanzleien begonnen, Werner bei Freshfields, Massing bei Linklaters. Werner kam 2016 zu Aurelius, wo er unter anderem den Verkauf des Kompressorenherstellers Secop an den japanischen Konzern Nidec und die Veräußerung des Nachhilfeanbieters Studienkreis an IK Investment begleitete.

Dominik Massing (l.), Stephan Werner

Massing wechselte zunächst zu Hogan Lovells, dann zu Renzenbrink Raschke von Knobelsdorff Heiser, deren Anwälte heute in den separaten Einheiten Renzenbrink & Partner und Raschke von Knobelsdorff Heiser tätig sind. Dort arbeitete er unter anderem aufseiten des französischen Private-Equity-Hauses Ardian am Kauf des Spielzeugherstellers Schleich mit, ebenso für die belgische Beteiligungsgesellschaft Ergon am Kauf der Restaurantkette Sausalitos. 2016 ging Massing zu Sixt Leasing und baute dort eine Rechtsabteilung auf. 2018 schloss er sich Aurelius an.

Die börsennotierte Private-Equity-Gesellschaft Aurelius ist traditionell auf Akquisitionen mit mittelgroßen Volumina spezialisiert, tritt seit Kurzem aber auch als Co-Investor auf, so etwa Mitte 2021 mit einer 30-Prozent-Beteiligung an der Batteriesparte von Panasonic. Als eines von wenigen PE-Häusern hält Aurelius ein eigenes Team von transaktionserfahrenen Inhouse-Juristen vor, als Leiter Recht und Compliance agiert seit vielen Jahren Dr. Frank Forster.

Spin-off-Kanzleien im Corporate- und Transaktionsmarkt hingegen gibt es in München immer wieder, wenn auch seltener als etwa im per se kleinteiligeren Litigation-Markt. In den vergangenen Jahren gründeten unter anderem mehrere Poellath-Anwälte unter dem Namen Martius eine eigene Corporate-Boutique, ein Teil der schlagzeilenträchtigen Traditionskanzlei Bub Gauweiler wurde zu Bub Memminger, und aus dem Umfeld der zerfallenen Sozietät AFR entstand FMDH Fischer Mues Dittmer Heilmeier.

Artikel teilen

Lesen sie mehr zum Thema

Deals Trotz Hedgefonds-Attacke

Noerr-Mandantin Aurelius verkauft Secop nach Japan