Der Studie liegt eine Befragung von 330 Chefjuristen und General Counsel aus solchen Unternehmen und großen Organisationen zugrunde, die jährlich mehr als eine Milliarde US-Dollar umsetzen. Der Grund, warum immer mehr juristische Arbeit Inhouse erledigt wird, ist einfach: Es sollen Zeit und Kosten gespart werden. Die General Counsel, die BTI befragte, sind nicht mehr bereit, steigende Stundensätze der externen Anwälte hinzunehmen. Immerhin knackte der Top-Stundensatz der US-Anwälte im vergangenen Jahr die Marke von 2.000 US-Dollar (rund 1.780 Euro). Zudem nehme der Umfang der Arbeit, die in den Rechtsabteilungen anfalle, stetig zu. Viele Befragten beklagten auch, sie bekämen von den externen Kanzleien nicht das, was sie wollten.
Deshalb griffen die verantwortlichen Unternehmensjuristen zuletzt vor allem in folgenden Bereichen auf ihre internen Ressourcen zu: Commercial Litigation, IP Litigation, Investigations, Umwelt- und Immobilienrecht, Lizenzierung sowie bei kleineren M&A-Transaktionen. Infolge der Entwicklung stocken die US-Unternehmen ihre Rechtsabteilungen personell auf.
Im Vorjahr hatten die Inhousejuristen laut BTI-Studie Arbeit im Wert von 3 Milliarden US-Dollar erledigt, 2014 waren es 1,1 Milliarden. In Deutschland lässt sich ebenfalls ein Trend zum Insourcing beobachten. Der wichtigste Grund ist auch hier die Kostenersparnis.