IP-Strategie

Darby & Darby eröffnet in Frankfurt

Die renommierte IP-Kanzlei Darby & Darby hat im Juni ihr erstes europäisches Büro in Frankfurt eröffnet. Die beiden Partner Erik Swanson (46) und Thomas Canty (41) wechselten aus dem Frankfurter Büro von Davidson Davidson & Kappel zu der US-Boutique.Swanson und Canty sind beide auf Patent-Prosecution spezialisiert und wirken auch an Patentprozessen mit. Sie betreuen vornehmlich Mandanten aus den Branchen Telekommunikation, Elektronik, Mechanik und Software. Beide sprechen fließend deutsch und arbeiten seit den 1990er Jahren in Deutschland. Darby & Darby ist eine New Yorker IP-Kanzlei mit über 100-jähriger Tradition im gewerblichen Rechtsschutz. Sie verfügt über weitere Büros in Washington D.C. und Seattle.

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Beobachter werteten den Schritt nach Frankfurt als Beginn einer europäischen Expansion. Vor allem im Patentrecht gelten Deutschland und Großbritannien als Schlüssel-Jurisdiktionen. „Darby bietet künftig einen Service an, den keine andere US-Kanzlei anbieten kann: US-IP-Expertise direkt im Herzen von Europa“, so Andrew Baum, Managing-Principal der Kanzlei, gegenüber der britischen Presse.

Neu ist diese Strategie nicht, denn die renommierte IP-Kanzlei Kenyon & Kenyon eröffnete bereits Mitte der 1990er Jahre ein Frankfurter Büro mit US-Anwälten. Deren Expansionspläne scheiterten jedoch, als sie versuchte, deutsche IP-Rechtler zu integrieren. Diese Entwicklung erlebten Swanson und Canty hautnah mit. Bis 2001 arbeiteten sie für Kenyon & Kenyon in Frankfurt. Darby will auch vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen von Frankfurt ausschließlich US- und deutsche Mandanten im US-Recht betreuen.

Das europäische Engagement von Darby wurde von Marktteilnehmern mit einigem Interesse aufgenommen, denn derzeit expandieren eine ganze Reihe von US-Kanzleien nach Deutschland mit dem Ziel, hier Expertise für grenzüberscheitende Patentprozesse für ihre hochkarätigen US-Mandanten aufzubauen. Die meisten Kanzleien verfolgen dieses Ziel anders als Darby auch mit deutschen Anwälten. Der Einstieg ist in jüngster Zeit lediglich Jones Day und Mayer Brown Rawe & Maw gelungen. Die Bemühungen weiterer ernstzunehmender Wettbewerber scheiterten bislang immer wieder an der fehlenden Wechselbereitschaft deutscher Patentrechtler.

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