Italien

Umsätze der Top 10-Kanzleien

Autor/en
  • JUVE

Die internationale Wirtschaftskrise hat die Umsätze der italienischen Marktführer im vergangenen Jahr noch nicht getrübt. Bonelli Erede Pappalardo, Best-Friend-Kanzlei von Hengeler Mueller, erreichte 2008 Erlöse von 147 Millionen Euro nach 140 Millionen im Jahr zuvor und führt damit die Rangliste der umsatzstärksten Kanzleien Italiens an. Das veröffentlicht das Branchenmagazin 'TopLegal' in seiner Juni-Ausgabe.Die Nummer zwei im Markt, Chiomenti, erhöhte den Umsatz ebenfalls leicht auf 130 Millionen Euro. Einzig Gianni Origoni Grippo, die drittstärkste Kraft im Markt, verzeichnete einen Rückgang der Erlöse von 95 auf 90 Millionen Euro. Zurückzuführen ist das auf den großen Spin-off Ende 2007, unter dem die Kanzlei noch immer leidet. Damals verließen 17 Partner und 70 Associates die Kanzlei und gründeten Legance. Diese wiederum schaffte aus dem Stand den Sprung auf Platz acht der 'TopLegal'-Umsatzrangliste. Mit inzwischen 151 Anwälten, davon 26 Partnern, erzielte sie ein Ergebnis von 40 Millionen Euro.

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Neu unter den fünf umsatzstärksten Kanzleien ist NCTM, eine Full-Service-Kanzlei, die zuletzt stark personell gewachsen ist. Mit 64 Millionen Euro verzeichnete sie einen der größten Umsatzzuwächse der Top 10 Kanzleien und erreichte Rang vier. 2007 waren es noch 55 Millionen Euro.

Ein uneinheitliches Bild bietet sich bei den international fusionierten Kanzleien: Freshfields Bruckhaus Deringer hatte laut ‚TopLegal‘ einen Umsatzrückgang von 62 auf 59 Millionen Euro zu verzeichnen (Rang 5), ebenfalls ein kleines Minus verbuchte Clifford Chance (von 51,9 auf 50,4 Millionen, Rang 7).

Allen & Overy dagegen erhöhte die Erlöse etwas von 52,5 auf 54,4 Millionen Euro (Rang 6). Die zehn Partner von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton haben ihren Umsatz von 31 auf 37,5 Millionen Euro deutlich gesteigert (Rang 9). Noch größer war der Zuwachs bei Simmons & Simmons, die mit 34 Millionen Euro vom 14. auf den 10. Platz der Umsatzrangliste sprang.

Für das laufende Jahr indes sind die Prognosen nicht sehr optimistisch. So war zu hören, dass vor allem auf Banking und Finance sowie Corporate/M&A spezialisierte Einheiten von deutlichen Umsatzrückgängen betroffen sind.

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