JUVE spricht mit…Dr. Arno Frings von Orrick Hölters & Elsing

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  • JUVE

Mitte September fusionierte Hölters & Elsing mit der amerikanischen Kanzlei Orrick Herrington & Sutcliffe. Über den Zusammenschluss war bereits im Vorhinein im Markt viel spekuliert worden. Hölters & Elsing-Managing Partner Dr. Arno Frings (49) spricht nun über die Hintergründe der Fusion und darüber, was sich nun unter dem Namen Orrick Hölters & Elsing ändern wird. JUVE: Herr Frings, warum fusioniert die unabhängige Kanzlei Hölters & Elsing mit Orrick?

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Arno Frings: Unabhängigkeit ist wertvoll, aber kein Selbstzweck. Vor anderthalb Jahren haben wir auf einer Partnerversammlung Einvernehmen erzielt, eine Fusion bei einem geeigneten Kandidaten nicht von vornherein auszuschließen. Von aktiver Suche konnte aber keine Rede sein. Orrick ist ein Glücksfall, weil wir die Beratungsphilosophie und die Arbeitskultur teilen. Einen anderen Partner hätten wir nicht genommen.

Was waren die Gründe, Teil einer internationalen Kanzlei zu werden?

Die Anwaltslandschaft hat sich verändert. Mit Orrick haben wir nun eine starke weltweite Plattform mit einer starken europäischen Präsenz: Paris, London, Mailand, Moskau und Rom. Und die Mandanten wünschen zunehmend, bei internationalen Transaktionen aus einer Hand betreut zu werden.

Passen Orrick und Hölters & Elsing denn geschäftlich zusammen?

Wir sind komplementär. Was Orrick braucht, hat Hölters & Elsing. Orrick fehlte eine deutsche Präsenz, um einen Großteil ihrer angestammten Mandanten optimal betreuen zu können. Und was Hölters & Elsing braucht, hat Orrick. Bereiche, die wir heute noch nicht ausreichend abdecken, wie etwa IT und IP, werden wir jetzt konzentriert weiterentwickeln. Im Kapitalmarktrecht und im Finanzierungsbereich werden wir unseren Frankfurter Standort ausbauen.

Welche Pläne gibt es für die nächsten zwei Jahre? Wie soll in Deutschland die Profitabilität erhöht werden?

Kurzfristige Profitabilitätsüberlegungen waren kein Motiv für unseren Schritt. Profitabel waren wir schon immer. Und unser Umsatz pro Berufsträger ist im Übrigen in etwa auf dem Niveau von Orrick. Wir fusionieren nicht, um unseren Profit zu erhöhen, sondern um unsere Mandanten besser betreuen zu können. Wir werden die Gemeinsamkeiten beider Kanzleien fördern, zu einer besonderen Stärke ausbauen und einige Bereiche weiterentwickeln.

Gab es Probleme wegen der unterschiedlichen Vergütungssysteme? War es schwer, die Seniorpartner zu überzeugen?

Bei der Vergütung rollen wir jetzt problemlos einfach zurück auf merit-based. Unsere Seniorpartner wurden bei den Planungen immer einbezogen und haben den Prozess unterstützt. Natürlich gibt es immer Diskussionen um Details. Aber es gibt keine Friktionen.

Das Gespräch führten Aled Griffiths und Lars Hering.

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