JUVE spricht mit … Dr. Rainer Loges von Gleiss Lutz

Obwohl die Partnerschaft als stabil gilt, gab es im letzten Jahr eine Reihe von Abgängen. Zuletzt kündigte in Hamburg Dr. Andreas Rittstieg seinen Ausstieg an. JUVE sprach dazu mit Managing-Partner Dr. Rainer Loges.

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Rainer Loges
Rainer Loges

JUVE: Gleiss ist für eine sehr homogene Partnerschaft und zurückhaltendes Management bekannt. Inwieweit entspricht dieser Ruf noch den Tatsachen?
Rainer Loges: Unsere Sozietät ist nach wie vor sehr partnerschaftlich strukturiert und von einem breiten Grundkonsens getragen. Das wird auch so bleiben. Natürlich kommen auch wir nicht ohne Management sowohl auf Sozietäts- als auch auf Praxisgruppenebene aus. Wir achten dabei aber sehr darauf, ein Gleichgewicht zwischen effizienten Strukturen und größtmöglicher Freiheit des einzelnen Anwalts zu erhalten.

Wie sehen Sie nach den Partnerabgängen in Hamburg und Berlin die Zukunft der dortigen Corporate-Praxen?
Mit insgesamt sechs Partnern können wir auch weiterhin ein sehr starkes Team in Hamburg aufweisen. Wir bedauern natürlich das Ausscheiden von Andreas Rittstieg. Seine Mandatskontakte wurden aber bereits auf die jüngeren Partner übergeleitet. Die Berliner Corporate-Praxis ist schlagkräftig und hat sich entsprechend unseren Vorstellungen entwickelt.

Im Bank- und Finanzrecht ist Gleiss noch immer im Rückstand. Wie gehen Sie diese Schwäche an?
Mancher übersieht, dass unsere Bank- und Finanzpraxis in den letzten Jahren bereits ganz erheblich gewachsen ist, und zwar sowohl nach Zahl der Partner und Associates als auch der Marktbedeutung. Natürlich planen wir, diesen Bereich noch weiter zu verstärken. Das bedeutet für uns: organisches Wachstum, oder auch, in geeigneten Einzelfällen, die Aufnahme von Quereinsteigern.

Wie hat sich Gleiss‘ internationaler Radius seit der Trennung von Herbert Smith entwickelt?
Der Radius ist noch größer geworden. Wir werden noch stärker als bisher als eine der wenigen führenden unabhängigen Kanzleien in Deutschland wahrgenommen, die für Mandanten und Kanzleien aus aller Welt eine äußerst attraktive Anlaufstelle ist. Umgekehrt begleiten wir immer mehr unserer eigenen Mandanten auch im Ausland. Die Position als wirklich unabhängige Kanzlei hilft uns dabei.

 Wären auch eigene Standorte im Ausland denkbar?
Es ist unsere Strategie, ausschließlich im deutschen und europäischen Recht zu beraten, jedoch in einem internationalen Kontext. Insofern sind auch weitere eigene Standorte im Ausland denkbar. Konkrete Pläne dafür bestehen derzeit aber nicht.

Das Gespräch führte Norbert Parzinger.

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