JUVE spricht mit … Lothar Wegener von Watson Farley & Williams

Als deutscher Managing-Partner von Watson Farley & Williams begleitete der Hamburger Steuerrechtler Lothar Wegener in den vergangenen Jahren den stetigen Ausbau der Kanzlei, dazu gehörte in diesem Jahr auch die Eröffnung eines eines Standortes in Frankfurt.

Teilen Sie unseren Beitrag
Lothar Wegener
Lothar Wegener

JUVE: Herr Wegener, seit Januar hat Watson Farley & Williams in Deutschland drei Standorte, mehr als in jedem anderen Land. Warum?
Lothar Wegener
: Deutschland ist von der Mandanten- und Wirtschaftssituation dezentraler strukturiert als andere Länder, deshalb war es für uns logisch, auch ein Büro in Frankfurt zu eröffnen. Wir haben unsere Standorte zudem mehr nach den Personen ausgesucht als nach der geografischen Lage.

Welche Strategie verfolgen Sie in Frankfurt?
Mit dem Team um Dr. Ivana Mikešić haben wir vor allem unsere regulatorische Kompetenz vergrößert, mit dem Zugang von Dr. Torsten Rosenboom bauen wir dort auch die Corporate-Praxis aus. Daneben können wir uns vorstellen, unsere derzeit in Hamburg konzentrierte Finanzierungspraxis in Frankfurt zu ergänzen.

Was ist die größte Herausforderung, die sich Ihnen als Managing-Partner bei dem rasanten Wachstumskurs stellt?
Heute geht es vor allem darum, dafür zu sorgen, dass das Zusammenspiel der Partner permanent und aktiv gelebt wird und wir damit als internationale Kanzlei mit der gleichen Effizienz wie eine kleine Einheit agieren können. Das wichtigste und auch herausforderndste Thema ist die Integration, um eine höhere qualitative Tiefe und eine breitere Mandantenbetreuung zu erreichen. Beispielsweise unterscheiden wir in einem Mandat auch nicht zwischen Support- und Lead-Partnern.

Die deutsche Praxis vermeldete zuletzt eine Umsatzsteigerung von nur noch gut 4 Prozent, in den beiden Vorjahren waren es jeweils rund 25 Prozent. Was war da los?
Wir sind mit dem deutschen Ergebnis 2012/13 sehr zufrieden. Wir haben im vergangenen Jahr bewusst viele neue Themen angestoßen, wie etwa die Vertiefung des Öffentlichen Rechts, zudem haben wir in bestimmten Praxen viel in den Ausbau mit Associates investiert.

Das Londoner Büro steuert rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes bei, welchen Anteil sollen perspektivisch die deutschen Büros tragen?
Da gibt es keine Soll-Größe. Watson Farley hat sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Netzwerk entwickelt, das nicht mehr nur ein Annex zum Londoner Büro ist. In diesem Netzwerk kann jedes Büro so groß werden, wie der Markt es erlaubt.

Das Gespräch führte Christine Albert.

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de