JUVE spricht mit…Wolfgang Peters von Peters Rechtsanwälte

Peters Rechtsanwälte ist seit ihrer Gründung im Jahr 2000 auf 25 Anwälte in Düsseldorf angewachsen. Gerade genug, um jetzt auch überregional zu wachsen, findet Gründungspartner Dr. Wolfgang Peters (44). Der aktuellen Erweiterung um Berlin und Krefeld, sollen bald weitere neue Standorte folgen. Mit einer ungewöhnlichen Management-Idee will die Kanzlei diese Entwicklung auf sichere Füße stellen. JUVE: Sie haben für die Kanzlei ein beratendes Gremium aus Externen gekürt. Was hat es damit auf sich?

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Peters: Die jetzige Expansion ist für uns nur ein erster Schritt. Das Advisory Board soll uns bei unserem weiteren Wachstum mit ihrem Rat begleiten, denn sowohl in diesem frühen Stadium als auch später kann man immer wieder Fehler machen. Es sind jetzt sechs erfahrene Persönlichkeiten, darunter der Vorstand eines Konzerns und der Seniorpartner eines Beratungsunternehmens, zwei sind zugleich Mandanten der Kanzlei. Sie schauen natürlich nicht in unsere Akten, darum geht es nicht. Sie werden aber auf unseren jährlichen Partnertreffen mit dabei sein und uns bei den weiteren Schritten unterstützen.

JUVE: Können Sie ein Beispiel für solche Unterstützung nennen?

Peters: Vor ein paar Wochen hatten wir unser erstes Kick-off-Treffen. Einer sagte etwa: „Nehmt immer acht Prozent des Umsatzes und investiert dies in die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter.“ Für diese Art von konkreten Hinweisen sind wir sehr dankbar.

JUVE: Sie haben im letzten Jahr auch Ihren Sozietätsvertrag grundlegend überarbeitet …

Peters: Ja, 2006 haben wir erst mal unsere Hausaufgaben gemacht, um das Fundament zu legen. Sozietätsverträge müssen sich mit der Zahl der Partner weiterentwickeln. Außerdem haben wir jeweils Know-how-, Risiko- und Personalmanagement eingerichtet, unser Vergütungssystem umgestellt, sowie die Rechtsform von der GbR in eine Partnerschaftsgesellschaft überführt.

JUVE: Wie sehen Sie persönlich Ihre weitere Managementrolle?

Peters: Ich habe sehr viele Ideen, über die meine Partner und ich noch diskutieren können. Wir sind uns aber einig, das Administrative gering zu halten. Management bedeutet für mich, eine Plattform zu schaffen, in der sich die Anwälte wohl fühlen. Natürlich auch finanziell, der Zaubertrank unserer Kanzlei ist aber der Teamgeist.

JUVE: Zumindest Krefeld und Karlsruhe sind nicht gerade naheliegende Standorte. Wie kam es dazu?

Peters: Immerhin ist Krefeld selber und der gesamte Niederrhein Sitz vieler interessanter Industrieunternehmen und Karlsruhe ein bedeutender Gerichtsstandort. Es geht uns aber nicht nur um die Standorte. Hohes Potenzial bieten die bei den einzelnen Anwälten vorhandenen hochkarätigen Mandantenkontakte. Mit unseren Plänen bieten wir renommierten Kanzleien mit gutem Mandantenstamm die Möglichkeit, in eine wettbewerbsfähige Struktur zu wechseln – und auch Quereinsteigern aus großen Sozietäten.

Das Gespräch führte Antje Neumann.

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