Kanzlei-IPO

Gateley geht an Londoner Börse

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  • JUVE

Die britische Kanzlei Gateley ist heute an der Börse gestartet und hat dadurch 30 Millionen Pfund erlöst. Sie ist die erste britische Kanzlei, die ihre Aktien als sogenannte Public Listed Company im Wachstumsstandard AIM der Londoner Börse anbietet.

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Rund 31,5 Millionen Anteile zum Preis von je 0,95 Pfund gab die Sozietät aus. Der IPO stieß auf großes Interesse, zwischenzeitlich notierte die Aktie 15 Prozent über dem ursprünglichen Ausgabepreis. Das Geld hat Gateley bereits fest für die weitere Expansion und das Anwerben von Quereinsteigern verplant. Im Vorfeld hatten Analysten den Wert der Kanzlei laut Medienberichten auf zwischen 133 und 145 Millionen Pfund geschätzt.

Die 81 Gateley-Partner und diverse institutionelle Investoren halten künftig 70 Prozent an der Kanzlei. Laut dem britischen Branchenmagazin ,The Lawyer‘ hat das frühere Management weiterhin das Sagen in der Sozietät. Vier Partner um den CEO Michael Ward halten jeweils gut drei Prozent, größter Einzelaktionär ist mit acht Prozent der Schweizer Vermögensverwalter Schroder Investment Management.

Gateley hatte ihre IPO-Pläne bereits vor einigen Monaten publik gemacht. Für kanzleifremde Investoren ist es in Großbritannien seit vier Jahren möglich, bei Sozietäten einzusteigen. Dies ebnete Gateley den Weg für ihre Pläne. Die Kanzlei aus Birmingham zählt in ihrem Heimatmarkt zu den mittelgroßen Sozietäten und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013/14 einen Umsatz von 55 Millionen Pfund.

Laut ,The Lawyer‘ erwägt die deutlich größere Wettbewerberin Irwin Mitchell ebenfalls einen Start auf dem Börsenparkett.

 Mehr zu dem Thema Kanzleifinanzierung lesen Sie in der nächsten Ausgabe des JUVE Rechtsmarktes, die am 22. Juni erscheint.

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