Kanzleien aus England und USA machen Boden gut

Im September hat auch die französische Rechtspresse die Jahresumsätze der dortigen Kanzleien veröffentlicht. Trotz zum Teil immenser Unterschiede, die sich aus den Umfragen der Magazine ,Decideurs Juridiques' und ,Juristes Associes' ergeben, sind doch zwei Trends erkennbar: Britische und US-Sozietäten machen weiter französischen Boden gut und die WP-nahen Kanzleien spielen im Konzert der Großen keine Rolle.Laut ,Juristes Associes' konnte die Mehrheit der Kanzleien ihre Vorjahresergebnisse halten oder geringfügig verbessern. Allerdings sei das langsamste Wachstum seit Erhebung der Zahlen für 2002 festzustellen gewesen, die Zahl der Neueinstellungen befänden sich ebenfalls auf dem Tiefpunkt. Dabei machte die Zeitschrift nur bei jenen Kanzleien eine Umsatz-Verbesserung aus, die es geschafft hätten, neue Beratungsbereiche für sich zu erschließen. Zudem habe eine rigidere Kostenkontolle in die Büros Einzug gehalten.

Teilen Sie unseren Beitrag

Der französische Markt habe sich weiter gespalten. Englische Sozietäten seien im Vordringen und die WP-nahen Kanzleien litten unter eine Identitätskrise. Die Amerikaner blieben gewohnt stark, was darin begründet sei, dass sie schon lange in Frankreich aktiv seien. Französische Anwälte erwehrten sich der stärker werdenden Konkurrenz nach Kräften.

Dies wird von ,Decideurs Juristiques‘ bestätigt. Insbesondere Ashurst Morris Crisp, Wilkie Farr & Gallagher und Linklaters hättten sich überdurchschnittlich gut entwickelt. Profitiert hätten sie dabei von einem Private Equity-Boom in Frankreich. Das Pariser Büro von Ashurst etwa habe seinen Umsatz um 50 Prozent auf jetzt rund 30 Millionen Euro gesteigert.

Allerdings ergeben sich bei Auflistung des Umsatzes pro Berufsträger erhebliche Unterschiede bei den zwei französischen Verlagen. Während bei ,Juristes Associes‘ Bredin Prat mit 745.000 Euro an der Spitze liegt und die Kanzlei Darrois Villey Maillot Brochier überhaupt nicht vorkommt, liegt bei ,Juristiques Decideurs‘ eben diese Kanzlei an der Spitze. Auch starke US-Sozietäten wie Cleary Gottlieb Steen & Hamilton; Skadden Arps; Dechert und Gibson Dunn & Crutcher sind bei ,Juristes Associes‘ nicht gelistet.

Kanzlei // Umsatz pro Partner in Euro // Umsatz 2002 (Mio.€) // Umsatz 2001(Mio.€) // Zahl der Berufsträger (davon Partner)

Darrois Villey Maillot Brochier // 862.000 // 25 // 21 // 29 (14)

Bredin Prat // 850.000 // 36,2// 28,9 // 45 (23)

Willkie Farr & Gallagher // 640.000 // 38,4 // 35,2 // 63 (11)

Cleary Gottlieb Steen & Hamilton // 590.000 // 46 // 35 // 84 (19)

Ashurst Morris Crisp // 577.000 // 30,3 // 20,2 // 56 (11)

Hirsch & Associés // 521.000 // 14,6 // 12,2 // 28 (3)

Veil Jourde La Garanderie // 520.000 // 19 // 17,5 // 36 (13)

Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom // 516.000 // 9,5 // 14 // 18 (3)

Dechert // 511.000 // 6,9 // 6,4 // 14 (3)

Jeantet & Associés // 498.000 // 26,4 // 25,2 // 53 (18)

Freshfields Bruckhaus Deringer // 496.000 // 100 // 89,4 // 206 (32)

Gibson Dunn& Crutcher // 494.000 // 7,9 // 7,2 // 16 (4)

Linklaters // 487.000 // 66,9 // 57,8 // 135 (26)

Slaughter and May // 486.000 // 18 // 17,9 // 36 (8)

Gravel Otto & Associés // 473.000 // 5 // 5 // 11 (5)

Quelle: Decideurs Juridiques

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de