Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Bei den männlichen Associates ist der Anteil derer, die unbedingt Partner werden wollen, mit 20,5 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei ihren weiblichen Kollegen (9,6 Prozent). Wesentlich stärker ins Gewicht fällt allerdings das Berufsjahr, in dem sich die Befragten befinden.
Kurz nach dem Berufseinstieg würden immerhin knapp 20 Prozent der Umfrageteilnehmer alle anderen Karriereziele dem Partnerstatus unterordnen. In den höheren Jahrgängen sind es dann oft nicht einmal zehn Prozent der Teilnehmer. Der Höhepunkt der Begeisterung (34,5 Prozent) ist erreicht, wenn die Partnerschaft für die meisten erstmals konkret in Reichweite kommt – im siebten Berufsjahr.
Die größte Lust auf Karriere haben Associates in Kanzleien mit weniger als 25 Berufsträgern. Über 30 Prozent von ihnen wollen unbedingt Vollpartner werden, anteilig fast drei mal so viele wie unter den Kollegen in internationalen Großkanzleien. Deutsche Großkanzleien und mittelgroße Einheiten liegen zwischen diesen beiden Extremen.
Auch unter den Praxisgruppen gibt es große Unterschiede. Spitzenreiter sind die Private-Equity- und Venture-Capital-Praxen mit knapp 30 Prozent zielstrebigem Partnernachwuchs, Schlusslicht mit rund zehn Prozent die Arbeitsrechtspraxen.
An der azur-Associateumfrage nahmen im Sommer 2015 insgesamt 3.534 berufstätige Juristen teil. Die aktuelle azur Associateumfrage finden Sie noch bis Anfang Juli 2016 hier.