Krombacher-Vorwürfe

Hat Gleiss-Partner Weidemann ohne Vollmacht gehandelt?

Die Privatbrauerei Krombacher distanziert sich von dem Stuttgarter Gleiss Lutz-Partner Dr. Clemens Weidemann. Dieser hatte als Anwalt der Gegner der Verpackungsverordnung am 31. Oktober 2003 ein Schreiben an die Bundesregierung aufgesetzt, in dem er sie ersucht, "die Pfandvollziehung bis zum rechtskräftigen Abschluss der vor nationalen und europäischen Gerichten anhängigen Verfahren auszusetzen".In dem Schriftssatz, der der "Lebensmittelzeitung" vorliegt, erklärt Weidemann, "im Auftrag meiner Mandanten" - rund 40 Unternehmen der Getränke- und Verpackungswirtschaft - zu handeln. Einer der aufgeführten Mandanten ist die Firma Krombacher, die nun mitteilte, Weidemanns Vorgehensweise sei nicht mit ihr abgestimmt gewesen.

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Krombacher-Sprecher Franz Weihrauch wies gegenüber JUVE darauf hin, dass seinem Unternehmen das Schreiben überhaupt nicht bekannt gewesen sei und ihnen erst seit dem 7. November vorgelegen habe. „Bei vorheriger Kenntnis der Sachlage, die von Herrn Rechtsanwalt Weidemann den vermeintlichen Klienten bewusst verheimlicht wurde, wäre die Krombacher Brauerei mit dem Antrag auf Aussetzung des Dosenpfandes mit Sicherheit nicht einverstanden gewesen“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. „Dies ist ein unglaublicher Vorgang. Wir prüfen derzeit weitere rechtliche Schritte“, wird der geschäftsführende Gesellschafter von Krombacher, Bernhard Schadeberg, zitiert.

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