Doch das sei nicht der einzige Grund für den Schritt in die Selbstständigkeit. „Mit der Umwandlung von Bird & Bird in die LLP ist auch das Führungskonzept der Partnerschaft angepasst worden“, sagte Plewka. Das habe seinen Vorstellungen nicht entsprochen und sei bei seinem Einstieg so nicht absehbar gewesen.
Mit Plewka wollte Bird & Bird an den Standorten Frankfurt und Düsseldorf seit dem Frühjahr den Ausbau in den Bereichen Steuern und Investmentfonds angehen. Auch ohne ihn stehen die Gebiete weiter im Fokus der Sozietät. Nach eigenen Angaben befindet sich die Kanzlei derzeit in Gesprächen mit einem etablierten Team, die kurz vor dem Abschluss stehen.
Vor seiner Zeit bei Bird & Bird war Plewka bis Februar 2008 Equity-Partner bei Gleiss Lutz. Begonnen hatte er seine Anwaltskarriere nach Stationen in der Finanzverwaltung und -gerichtsbarkeit 1994 bei Haarmann Hemmelrath und hatte bis zu seinem Wechsel zu Gleiss das Düsseldorfer Haarmann-Büro geleitet.
Aus seinen früheren Tätigkeiten kennt Plewka auch seine jetzigen Kollegen: Für die anwaltliche Beratung folgte ihm der Associate Christian Berneis von Bird & Bird, von Haarmann aus Frankfurt stieg der Associate Ricardo Hernández mit ein.
Neben Transaktionen, insbesondere für Mandanten mit Standorten im Mittleren Osten, will sich Plewka auch künftig stukturierten Finanzierungen und Fondsstrukturierungen widmen, der Beratungsbedarf sei trotz der Finanzkrise gegeben. Im Büro in Dubai soll zudem ein Family Office errichtet werden.
„In meiner Beratungstätigkeit habe ich steuerliche Konzepte stets nicht nur entwickelt, sondern auch gesellschafts- und vertragsrechtlich umgesetzt. Mit diesem Beratungsansatz will ich mich verstärkt auf Wachstumsmärkte konzentrieren“, so Plewka.
Die personellen Ausbaupläne sollen erst im Dezember vorläufig abgeschlossen sein: Dann soll ein erfahrener Corporate-Anwalt in die Kanzlei einsteigen.