LBS West und LBS Bremen unter einem öffentlichen Dach

Autor/en
  • JUVE

Ein neues Gesetz macht es möglich: Die LBS Landesbausparkasse Bremen und die LBS Westdeutsche Landesbausparkasse aus Münster haben mit Rückwirkung zum 1. Januar 2014 fusioniert. Nach bisherigem Recht wäre es ausgeschlossen gewesen, die als Aktiengesellschaft notierte LBS Bremen auf die LBS West als Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) zu verschmelzen.

Teilen Sie unseren Beitrag

Das Vorhaben war Anfang des Jahres seitens der LBS West angestoßen worden. Das in Münster ansässige Kreditinstitut war seit Gründung der LBS Bremen 2001 mehrheitlich an dieser beteiligt. Das Anfang Juli von der nordrhein-westfälischen Landesregierung auf dem Weg gebrachten LBS-Gesetz beseitigte auch die rechtlichen Hürden. Es ermöglicht die Verschmelzung verschiedener Rechtsträger auf eine AöR als sogenannte Zielrechtsform. Obwohl es sich hierbei um eine landesrechtliche Regelung handelt, rechnen Experten mit einer Signalwirkung für weitere Fusionen und damit einer Konsolidierung im öffentlichen Bausparkassensektor.

Zudem ergeben sich für öffentlich-rechtliche Versicherer neue Möglichkeiten für ihre künftige Aufstellung. Nunmehr wäre ein Zusammengehen von Provinzial Versicherungsgesellschaften nicht mehr von der Hand zu weisen. Entsprechende Pläne sind seit Längerem bekannt, nachdem ein Verkauf der Provinzial Nordost an den Allianz-Konzern 2012 unter anderem am heftigen Protest der Sparkassen gescheitert war.

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de