Compart zählte zu den bekanntesten Wirtschaftsstrafrechtlern im Südwesten. Zusammen mit seinem Partner Dr. Konrad Schmidt führte er seine Kanzlei Compart & Schmidt und spezialisierte sich als einer der Ersten in der Bundesrepublik auf Wirtschaftsstrafrecht. Compart verteidigte in zahlreichen großen Verfahren: Beispielsweise im Flowtex-Skandal, im Untreue-Prozess gegen Vorstände der LBBW, im Schienenkartell bei Thyssenkrupp oder im Pforzheimer Zins-Swap-Komplex, einem seiner letzten großen Verfahren. Dieses endete mit einem Erfolg am Bundesgerichtshof, der die Verurteilung von Comparts Mandantin aufhob.
Bei Strafrechtlern anderer Kanzleien war er als kompetent und teamfähig geschätzt, oft vermittelnd in größeren Verteidigerrunden über Jahre immer wieder gern gesehen. Erst Anfang des Jahres hatte er sich nach fast 45 Jahren Anwaltstätigkeit aus der aktiven Beratung zurückgezogen.