München

Simmons baut Patentteam mit Noerr-Partner wieder auf

Nach zwei Abgängen in Folge meldet das Patentteam von Simmons & Simmons nun wieder einen Zugang: Zum Juli kommt Dr. Thomas Gniadek von Noerr, wo er bislang als Associated Partner arbeitete. Bei Simmons verstärkt der 42-Jährige als Equity-Partner den Münchner Standort.

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Thomas Gniadek
Thomas Gniadek

Das Patentprozessteam von Simmons war in München nach dem Weggang von Thomas Adam vor zwei Jahren zu Peterreins Schley verweist. Ein kleines Team um den Partner Michael Knospe arbeitete aber weiter an der Schnittstelle zwischen dem Kartell- und Patentrecht sowie im Soft-IP.

Der Schwerpunkt des deutschen Patentteams liegt allerdings in Düsseldorf. Dort ist Praxisgruppenleiter Peter Meyer vor allem in Prozessen für Unternehmen aus der Lifescience-Branche aktiv.

In anderen Industrien oder technischen Feldern führte Simmons deutlich seltener Verfahren. Das soll sich mit dem Zugang von Gniadek nun ändern.

Gniadek ist neben dem Lifescience-Sektor auf Mobilfunkklagen fokussiert, betreut aber auch Mandaten aus anderen Branchen. So bringt er etwa Formlabs, den Hersteller von 3D-Druckern, den Patentverwerter WiLan und die Match-Gruppe als Mandanten zu Simmons mit. Zur Match-Gruppe gehört unter anderem die Datingplattform Tinder.

Simmons will nun in München noch Associates dazuholen. In Düsseldorf arbeiten neben Meyer noch ein Counsel und zwei Associates. Das Team wurde erst im April durch den Weggang der Pharmaexpertin Ina vom Feld zu Herbert Smith Freehills geschwächt.

Rückschlag für Noerr

Für Noerr ist der Weggang von Gniadek ein Rückschlag beim Ausbau ihres Patentteams, in dem nun zwei Partner, ein Counsel und drei Associates verbleiben. Patentprozesse führt dann vor allem Ralph Nack.

Das Noerr-Team war bis zum vergangenen Jahr vor allem für die Vertretung von Patentverwertern gegen die Industrie bekannt. Nun will es aber seine Erfahrung aus Klagen um standardrelevante Patente stärker für Industrieunternehmen gegen Patentverwerter nutzen. Die Gesamtkanzlei hat beispielsweise gute Kontekte zur deutschen Autoindustrie, die sich derzeit mit Connected-Cars-Klagen vor deutschen Patentgerichten konfrontiert sieht.

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