Neu in Deutschland

Berwin Leighton Paisner startet mit Linklaters-Anwälten in Frankfurt und Berlin

Die britische Kanzlei Berwin Leighton Paisner (BLP) kommt nach Deutschland. Die Kanzlei eröffnet in Frankfurt und Berlin mit vier auf Immobilienwirtschaftsrecht fokussierten Anwälten von Linklaters. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest, es soll aber noch in diesem Jahr losgehen.

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Mülsch_Hanns-William
Mülsch_Hanns-William

Zum Startteam gehören die beiden Frankfurter Linklaters-Partner Hanns-William Mülsch (51, Immobilien-Gesellschaftsrecht) und Roland Fabian (48, Immobilien-Steuerrecht) sowie die ehemaligen Associates Carsten Bremer (39) aus dem Berliner Büro und der ebenfalls in Frankfurt ansässige Fabian Hartwich (35). Alle vier steigen bei BLP als Partner ein.

„Die Internationalisierung unserer Real-Estate-Praxis und unsere zunehmend internationale Arbeit ließ uns zu dem Ergebnis kommen, dass wir ein multidisziplinäres Team in Deutschland benötigen“, sagte BLP-Managing-Partner Neville Eisenberg.

Mülsch, der auch Notar ist, begann seine Karriere 1988 bei Bezzenberger Mock Zätsch & Partner in Berlin, ehe er sich 1993 der Linklaters-Vorgängerin Oppenhoff & Rädler anschloss. Wie auch Fabian wurde er 2001 zum Partner ernannt.

Fabian_Roland
Fabian_Roland

Fabian ist seit 1992 als Anwalt tätig, unter anderem für Rädler Raupach Bezzenberger in Berlin und München sowie deren Nachfolge-Kanzlei Oppenhoff & Rädler. Er leitete seit Sommer 2008 die deutsche Real-Estate-Praxis von Linklaters. Im Zuge der Neuausrichtung des Berliner Linklaters-Büros im Mai 2007 – seit der immobilienrechtliche Transaktionsexpertise nicht mehr im gleichen Umfang wie zuvor in der Hauptstadt angeboten wird – waren beide an den Frankfurter Standort der Kanzlei gewechselt (mehr…).

Bei Linklaters sind nun noch zwei Partner und ein of Counsel mit einem Schwerpunkt auf Real Estate tätig. Alle drei sitzen in Frankfurt.

BLP hat knapp 600 Anwälte, überwiegend im Londoner Büro. Weitere Standorte gibt es in Brüssel und Paris sowie Abu Dhabi, Moskau und Singapur. Ihre hauptsächlichen Stärken spiegelt auch die neue deutsche Praxis wider: das Immobilienrecht – BLP ist beispielsweise seit Jahren Hauskanzlei des Einzelhandelsriesen Tesco – sowie Steuerrecht.

Bisher arbeitete BLP in Deutschland vor allem mit Beiten Burkhardt zusammen. Die Kooperation bestand seit vielen Jahren, unter anderem vertraten beide Kanzleien den Robinson Club in einem ICC-Verfahren gegen einen arabischen Investor sowie erst Anfang Juli die MGPA bei der Finanzierung des Erwerbs von 26 Einzelhandelsimmobilien.

Die Kanzlei unter Leitung von Corporate-Partner Eisenberg hat in den vergangenen fünf Jahren erhebliche interne Veränderungen durchgemacht. Das Vergütungssystem wurde flexibler gestaltet und die Anzahl der Equity-Partner beschränkt, mit dem Ergebnis, dass die bestbezahlten Partner der Kanzlei durchaus mit der Londoner Elite mithalten können.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich BLP bei Linklaters bedient: Sie hatte erst im Juni 2011 mit einem Team von Linklaters in Hongkong eröffnet und im gleichen Monat einen auf Bank- und Finanzrecht spezialisierten Managing Associate von Linklaters für das russische Büro Goltsblat BLP gewonnen. Einen Monat später wechselte zudem ein Linklaters-Associate in Abu Dhabi zu BLP.

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