Neue Gesellschaft fördert Wirtschaftsmediation

Autor/en
  • Aled Griffiths

Im Februar diesen Jahres wurde in München die Gesellschaft für Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement e. V ins Leben gerufen. Initiator und Vorsitzender des Vereins ist Dr. Reiner Ponschab, Partner bei Heuking Kühn Lüer Heussen & Partner, der sich seit längerem mit der Wirtschaftsmediation beschäftigt. Mit der Gesellschaft möchte er den Einsatz von Techniken der alternativen Konfliktbeilegung in Deutschland intensiver fördern.Im Gegensatz zum Schiedsrichter hat der Mediator kein Mandat, den Streit zweier Parteien durch einen Schiedsspruch zu beenden. Er muss vielmehr versuchen, die Konfliktparteien durch sein Verhandlungsgeschick und seine Autorität zum Erarbeiten einer für beide Seiten akzeptablen Einigung zu führen.

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In den USA ist die bei uns vor allem aus dem Familienrecht bekannte Mediation auch im Wirtschaftsrecht bereits gang und gäbe. Ponschab erklärt: „Die Richter in den USA können die streitenden Parteien sogar zwangsweise in die Mediation schicken, und auch in Großbritannien weisen viele Richter auf diese außergerichtliche Konfliktlösung hin.“ Auch in Deutschland reagieren die Richter Ponschabs Erfahrung nach sehr kooperativ, und die Gesellschaft für Wirtschaftsmediation will daher den engen Kontakt zur Justiz suchen, um die alternative Konfliktbeilegung der Wirtschaft nahe zu bringen. „Die Justizgläubigkeit in Deutschland ist noch sehr groß“, betont der Münchner Anwalt. „Die Richter schätzen das eigentlich gar nicht, denn sie hätten lieber mehr Zeit für weniger Fälle, um sich diesen gründlicher widmen zu können. Sie stehen der Wirtschaftsmediation daher durchaus sehr aufgeschlossen gegenüber.“

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