Aus dem Frankfurter Büro der englischen Großsozietät heraus hatte auch der renommierte, ehemalige Lovells-Partner Prof. Dr. Hanns-Christian Salger (48) Ende März seine Kanzlei gegründet.
„Herrn Prof. Dr. Salger kenne ich schon länger. Vor etwa zwei Monaten hatten wir dann intensiveren Kontakt anlässlich der Bearbeitung eines Mandats“, sagte Hofmann. „Damals entstanden ‚Verlobungsgedanken‘.“ Für seinen Wechsel führte Hofmann nun an, dass er „Partner in einer ‚law firm‘ gewesen“ sei. „Geprägt wird eine solche law firm durch eine durchaus Achtung gebietende durchorganisierte Hierarchie. Meine Intention ist aber, Partner in einer Partnerschaft zu sein und dabei die Freiheit des deutschen Freiberuflers weiterhin genießen zu können“, so der neue Salger-Partner. „Ich glaube, dass ich dies mit Salger Rechtsanwälte wieder verwirklichen kann.“
Ähnlich Schunda. Sie sehnt sich vor allem nach einer „persönlicheren Atmosphäre in der kleineren Einheit. Außerdem gibt es hier bessere Partnerschancen und weniger Interessenkonflikte“, so die bisherige Lovells-Associate. Ihr Ausscheiden sei wie bei Hofmann einvernehmlich erfolgt.
Für Hofmanns bisherige Kanzlei Coudert – die in den vergangenen Monaten von einer erheblichen Anzahl weiterer Partnerabgänge betroffen war – erklärte Deutschland-Chef Michael Magotsch: „Wir wünschen Herrn Hofmann viel Glück. Sein Schritt ist in gewisser Weise aufgrund seiner regionalen Tätigkeit, die ausschließlich auf BRAGO-Mandaten basierte, nachvollziehbar.“
Bei Salger steht indes nun weiteres Wachstum auf dem Programm. „Mitte Juli wird der Steuerpartner einer internationalen Großkanzlei in Frankfurt zu uns wechseln“, kündigte Hanns-Christian Salger an. „Im September kommen dann zwei weitere Partner, die hauptsächlich im Gesellschaftsrecht arbeiten. Sie sind bislang ebenfalls in hiesigen Büros internationaler Sozietäten tätig.“ Ziel sei es, bis Ende des Jahres auf zehn Partner zu wachsen. Aktuell gibt es drei Partner und zwei angestellte Anwälte in der Kanzlei.