Neues Pensionssystem bei Clifford

Auch Partnership Counsil turnusgemäß neu besetzt

Die Partnerschaft von Clifford Chance hat sich nach längeren Diskussionen mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, ihr Pensionssystem zu verändern. Künftig werden Zahlungen an ältere Partner abhängig von der Dauer der Clifford-Partnerschaft sein. Jedem vor 2005 ernannte Partner, der mindestens 15 Jahre in der Partnerschaft war oder das Alter von 53 Jahren erreicht hat, stehen Zahlungen zu. Diese sind auf fünf Jahre begrenzt. Die Höhe hängt grundsätzlich davon ab, wie lange er der Sozietät als Partner angehört hat. Die Obergrenze pro Jahr liegt bei 276.000 Pfund (derzeit etwa 370.000 Euro). Zuvor waren die Zahlungen nach Alter gestaffelt: Wer mit 55 Jahren ging, erhielt für fünf Jahre Zahlungen, verlor aber mit jedem Jahr, das er länger in der Kanzlei blieb, auch ein Jahr seines Anspruchs. Ging er erst mit 60 Jahren, erhielt er keine Zahlungen mehr. Alle Partner, die seit 2005 ernannt wurden, haben weiterhin keinen Anspruch auf Zahlungen.

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Die Überprüfung war wegen der europäischen Regelungen gegen Altersdiskriminierung erforderlich geworden. „Wir waren der Meinung, dass unsere bisherige Regelungen in einigen Punkten schwierig zu rechtfertigen gewesen wären“, so der deutsche Managing Partner Dr. Hans-Josef Schneider. Auch die so genannte Bloxham-Entscheidung spielte eine Rolle: Ein britisches Gericht hatte im Herbst entschieden, dass die Altersregelungen von Freshfields Bruckhaus Deringer zwar diskriminierend seien, die Kanzlei aber noch im Rahmen des Erlaubten liege.

Die Neuregelung bei Clifford ging vom Management Committee und dem Partnership Counsil der Kanzlei aus. In letzteren sind jetzt turnusgemäß die drei Londoner Partner Esther Cavett, Andrew Forryan und Alex Panayides, die London und Dubai repräsentieren, sowie der Amsterdamer Partner Jenoen Koster für die Region Kontinentaleuropa nachgerückt. Sie wurden für zwei Jahre gewählt. Aus Deutschland sind dort, wegen der versetzten Wahlperioden, noch bis zum Jahresende die beiden Frankfurter Partner Dr. Bernd Meyer-Witting und Dr. Thomas Gasteyer vertreten.

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