In einem neu geschaffenen Superressort verantwortet Stachelhaus die Segmente, die das Kerngeschäft von Deutschlands größtem Energiekonzern unterstützen: Neben Personal, IT und Einkauf ist sie als Vorstand auch für Recht und Compliance zuständig. Insoweit übernimmt sie Teile der Abteilung von Lutz Feldmann (53), der laut Konzernangaben aus seiner Position in dem Gremium ausscheidet.
Feldmann verantwortete insbesondere die Bereiche M&A, Recht, Unternehmensentwicklung und Neue Märkte. Die künftige Ausweitung des Vorstandsressorts auf die konzerninterne Compliance hat allerdings keine Auswirkung auf den Posten des Chief Compliance Officers, diesen Posten bekleidet weiter der Bereichsleiter Recht und Compliance, Karl-Heinz Feldmann.
E.on hatte die operative Verantwortung für die einzelnen Geschäftsfelder bislang stark auf die einzelnen Tochtergesellschaften verlagert. Unter dem neuen Konzernchef Johannes Teyssen soll das neu aufgestellte Vorstandsgremium noch enger an das operative Geschäft heranrücken und lenken.
Dafür holte sich Teyssen nur rund zwei Wochen nach Amtsantritt mit Stachelhaus eine erfahrene Managerin zur Seite. Nachdem sie 1984 zunächst als Syndikusanwältin bei Hewlett Packard Deutschland anfing, übernahm Stachelhaus nach nur wenigen Jahren diverse Leitungspositonen, unter anderen war sie Leiterin der Rechtsabteilung sowie Vertriebsdirektorin. Von 2000 an leitete sie die deutsche Tochter des Elektronikkonzerns als Geschäftsführerin. Aus dieser Position wechselte die Juristin 2009 als Geschäftsführerin zu Unicef Deutschland. Derzeit ist Stachelhaus die einzige Managerin, die im Vorstand eine Dax-Konzerns sitzt.
„Für die herausfordernden Aufgaben in einem schwierigen Marktumfeld haben wir hervorragende neue Manager aus dem internationalen Wettbewerbsumfeld, aus der deutschen Industrie und aus dem eigenen Konzern für die E.on-Führung gewinnen können,“ sagte Ulrich Hartmann, Aufsichtsratsvorsitzender bei E.on.
Neu in den Vorstand rückten neben Stachelhaus auch Jorgen Kildahl, langjähriger Manager des norwegischen Energieversorgers Statkraft sowie Klaus-Dieter Maubach aus der Konzerntochter E.on Energie. Kildahl soll vor allem den operativen Geschäftsteil steuern, Maubach ist für sämtliche Forschungs- und Entwicklungsthemen zuständig.