Als Grund für die Trennung nannten der Anwalt und seine ehemalige Kanzlei strategische Differenzen. Seelings Schwerpunkte liegen im Arbeits- und Gesellschaftsrecht. Er berät mittelständische sowie große Unternehmen aus der Region, aber auch bundesweit. In der multidisziplinären Kanzlei Thorwart will Seeling seinen Mandanten künftig ein breiteres Beratungsangebot inklusive Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung bieten. Thorwart hatte vor allem nach Verstärkung im Arbeitsrecht gesucht, das in Nürnberg nur mit zwei Associates besetzt war. Gleichzeitig verstärkt Seeling auch das Corporate/M&A-Team um Partner Alexander Frey und drei Associates.
Fries steht nach dem Abgang Seelings mehr denn je vor der Herausforderung eines Generationswechsels. Er war in der Kanzlei der einzige bekanntere Vertreter der mittleren Generation. Im Nürnberger Büro der Kanzlei verbleiben 13 Equity-Partner und drei Salary-Partner, darunter einige in Nordbayern hoch anerkannte Akteure, die allerdings durchweg der älteren Generation angehören.
Personelle Veränderungen hatte es im vergangenen Jahr bereits am Würzburger Fries-Standort gegeben: Zum Oktober hatte sich ein Teil der dortigen Mannschaft als Leschnig & Coll. selbstständig gemacht. (Christin Nünemann, Norbert Parzinger)