Im Fall der Übernahme des Kosmetikherstellers Wella durch Procter & Gamble haben die beteiligten Anwälte die Fachdiskussion in die Presse getragen. Partner der Kanzleien Gleiss Lutz und Broich, Bayer, von Rom tauschten Mitte Februar in Form von Leserbriefen an die englische 'Financial Times' ihre gegensätzlichen Positionen der Parteien zum aktuellen Übernahmeangebot von P&G an die Wella-Minderheitsaktionäre aus. Zuvor hatten sich bereits Partner von Hengeler Mueller in der 'Financial Times Deutschland' zu ihrem Mandat für die Kommune und Sparkasse Stralsund geäußert, und ein Partner von Freshfields Bruckhaus Deringer hatte in der gleichen Zeitung die Übernahme von Freshfields-Mandant Beiersdorf durch Tchibo kommentiert.
Hintergrund: Die Minderheitsaktionäre, darunter zahlreiche Fonds, kritisieren die sehr unterschiedlich hohen Angebote von P&G an Stamm- und Vorzugsaktionäre. Sie wollen wegen angeblicher Unredlichkeiten und grober Gesetzesverletzungen gerichtlich gegen die Übernahme vorgehen.
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