Nemetschke, Leiter der immobilienrechtlichen Praxisgruppe bei CHSH, und Anderl gehören zu den prominentesten Real-Estate-Anwälten in Wien und verfügen über gute Kontakte nach Osteuropa. Schönherr, die bereits eine respektable Immobilienpraxis hat, dürfte mit den Neuzugängen zu den Marktführern in Österreich gehören.
Nemetschke sagte, er und seine Kollegen hätten mit Hilfe externer Berater verschiedene Optionen geprüft. „Schönherr ist für uns der ideale Partner, um unsere bisherigen Aktivitäten vor allem in Zentral- und Osteuropa bestmöglich weiter zu entwickeln“, so Immobilienrechtler Nemetschke. Zu den regelmäßigen Mandanten der Neuzugänge gehört Immoeast und auch das Bankhaus Wölbern. Nemetschke begleitete vor knapp zwei Jahren etwa eine Fondsgesellschaft der Bank beim Erwerb des technischen Zentrums der BA-CA Austria Creditanstalt.
Schönherr werde in absehbarer Zeit um 30 Anwälte wachsen, sagte Dr. Christoph Lindinger, der Managing Partner der Kanzlei – sei es durch Wechsler von CHSH oder Neueinstellungen. Das Ziel sei nun, zügig in jene Märkte zu gehen, in denen die Kanzlei bislang nicht präsent ist, darunter Ungarn. Bislang ist die Immobilienrechts-Gruppe aufgeteilt in einen nationalen und einen zentral- und osteuropäischen Teil. Diese Trennung soll nun aufgehoben werden.
CHSH, die bereits im vergangenen Jahr den Immobilienrechtler Oskar Winkler an DLA Piper Weiss-Tessbach verloren hatte, erklärte, die Leitung des Bereichs Real Estate werde nun Dr. Peter Vcelouch übernehmen.