Otto/Spiegel-Affäre

Ersatzansprüche gegen White & Case, Otto-Anwalt Aschenbrenner verlässt Kanzlei

Seit Monaten schwelt in den USA die Affäre um den insolventen amerikanischen Versandhändler Spiegel Inc., jetzt gibt es offenbar erste Konsequenzen in Deutschland: Dr. Urs P. Aschenbrenner, Hamburger White & Case-Executive Partner und Rechtsberater der Spiegel-Inhaber-Familie Otto hat Ende März die Kanzlei verlassen. Spiegel gehört zu 89 Prozent der Hamburger Familie Otto, die den gleichnamigen Versand betreibt. Konzern-Chef Michael Otto steht hierzulande seit einigen Wochen wegen nicht vorgelegter Spiegel-Quartalsberichte im Kreuzfeuer der Kritik. Er ist ein langjähriger Mandant von Aschenbrenner. Der Anwalt, der auch Mitglied des Aufsichtsrates der Otto GmbH ist, wird wegen seines Einflusses auf Otto in der US-Presse als verantwortlich für die Vorgänge in der Spiegel-Gruppe bezeichnet.

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Auf Nachfrage von JUVE zu den Gründen von Aschenbrenners Ausscheiden erklärte der Hamburger Partner Prof. Dr. Eberhard Meincke, dass Aschenbrenner den Wunsch hatte, „sich mit seinem 64. Geburtstag aus dem Tagesgeschäft der Sozietät zurückzuziehen und seine anwaltliche Tätigkeit zu reduzieren“. Weitere Auskünfte darüber, ob der Schritt Aschenbrenners auch im Zusammenhang mit dem Spiegel-Fall steht, wollte die Kanzlei nicht geben. Aschenbrenner, der White & Case und ihren Vorgängern seit 34 Jahren angehört hatte, sei derzeit im Urlaub, und man äußere sich nicht zu aktuellen Mandaten.

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