Pin-Insolvenz

Axer droht Honorarausfall

Autor/en
  • JUVE

Im Zusammenhang mit der Insolvenz des privaten Postdienstleisters Pin droht der Kölner Kanzlei Axer ein Schaden von rund 900.000 Euro. Wie aus dem Umfeld des Insolvenzverwalters Bruno Kübler bekannt wurde, hatte Axer diese Summe im Dezember 2007 für Beratungsleistungen von dem bereits angeschlagenen Unternehmen erhalten.

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Laut einer Presseerklärung prüft Kübler nun, ob diese Zahlungen der Insolvenzanfechtung unterliegen und zurückgefordert werden können. Namenspartner Prof. Dr. Jochen Axer bestätigte lediglich, dass die luxemburgische PIN-Holding eine Mandantin der Kanzlei sei, wollte aber zu den Vorgängen weiter keine Stellung nehmen.

Seit letzter Woche ist zudem bekannt, dass die angeschlagene Pin-Holding die Gewerkschaft der Neuen Brief und Zustelldienste (GNBZ) mit Zahlungen unterstützt hat. Nach Informationen der ‚Süddeutschen Zeitung‘ sind rund 133.000 Euro vom früheren Pin-Chef Günther Thiele über Axer an die GNBZ gezahlt worden.

Pin-Insolvenzverwalter Bruno Kübler zufolge, stellte eine größere Kölner Beratungskanzlei der luxemburgischen Holding am 5. Dezember unter dem Betreff „Pin-Group AG wg. Gewerkschaft“ eine Rechnung. Unter der Position „Kapitalausstattung“ seien 30.000 Euro für monatliche Honorare an den GNBZ-Vorstand Arno Doll sowie laufende Kosten für den Bürobetrieb verbucht worden.

Auf Nachfrage bestätigte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, dass gegen die GNBZ der Anfangsverdacht einer Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr bestehe. Bereits Anfang März hatte die Gewerkschaft Verdi eine entsprechende Strafanzeige in Köln erstattet.

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