Faegre & Benson schließt ihr einziges deutsches Büro. Frankfurter Faegre-Anwälte berichteten, dass die aus Minneapolis stammende Kanzlei ihr Geschäft in Deutschland bis Ende März 2010 abwickeln wird. Die Nachricht kam vollständig überraschend für die 15 Frankfurter Anwälte. Zwar hatte die Kanzlei Mitte Februar angekündigt, dass im Hauptquartier in Minnesota rund 25 Anwälte gehen müssten. Das Frankfurter Büro sollte von solchen Maßnahmen aber ursprünglich verschont bleiben. In der vergangenen Woche drehte sich das Blatt. Auf einer Managementsitzung in den USA beschloss die Kanzlei, ihr Engagement in Deutschland zu beenden. Die Anwälte des Frankfurter Büros wurden am Donnerstag und Freitag von dem Management-Committee-Mitglied Winthrop Rockwell persönlich informiert.
„Es gab kein Anzeichen, dass das kommen würde“, sagte ein Frankfurter Faegre-Anwalt. Kanzleibeobachter spekulieren nun, dass das Frankfurter Büro geopfert wurde, damit die Kanzlei zumindest an ihrer Präsenz in London festhalten kann. Allerdings verlor das englische Büro vier von zwölf Partnern im Laufe des vergangenen Jahres.
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