Pro Bono II

Ein „Deal“ auf Leben und Tod

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  • JUVE

Wenn es um Leben und Tod geht, läuft alles ganz schnell: Üblicherweise wird über Pro Bono-Mandate bei Hogan & Hartson Raue zentral in Washington entschieden, um der gemeinnützigen Arbeit eine Struktur zu geben und zu gewährleisten, dass das jeweilige Pro Bono-Anliegen den Interessen der Kanzlei nicht zuwider läuft. Wenn es aber sein muss, geht es auch im „Fast track“ - wie bei dem 19-jährigen Mukoviszidose-Kranken.Es war Christiane Herzog, die Frau des Altbundespräsidenten, die den unaussprechlichen medizinischen Fachbegriff in der Öffentlichkeit bekannt machte: Mukoviszidose. Seit sie 2000 verstarb, ist die Krankheit merklich aus dem medialen Bewusstsein verschwunden. Ohne prominenten Fürsprecher aber, so mochte sich eine Krankenkasse gesagt haben, kann man bei der Behandlung eines betroffenen Patienten fünfe auch mal gerade sein lassen. Einem 19-jährigen Patienten, der aufgrund seiner Mukoviszidose-Erkrankung die Lunge transplantiert werden musste, verweigerte sie die Kostenerstattung eines dafür notwendigen Medikaments.

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Die behandelnden Ärzte wandten sich an Dr. Klaus Goecke von Hogan & Hartson Raue in Berlin. Er sollte bei der Krankenkasse die Kostenübernahme für ein Medikament im so genannten „Off Label-Use“ durchsetzen. Dieses Mittel, das in Deutschland für die Leber- und Nieren-, nicht aber für die Lungentransplantation zugelassen ist, hätte jegliche Abstoßungsreaktion bei dem Patienten verhindert.

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