Problemzone Frankreich

Autor/en
  • Aled Griffiths

Bonjour Tristesse. Taylor Wessing ist nicht die erste internationale Kanzlei, die mit dem Standort Paris ihre Schwierigkeiten hat – und sie wird auch nicht die letzte sein. Es gibt nur wenige Sozietäten, deren französische Büros als kontinentaleuropäische Kronjuwelen gelten können – mit offensichtlichen Ausnahmen wie Cleary Gottlieb Steen & Hamilton. Die Nachricht, dass der Absprung eines Equity-Partners und fast der gesamten Non-Equity-Riege von Taylor Wessing zu einem amerikanischen Neueinsteiger bevorstehen könnte, ist damit keine Sensation.

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Wie gewöhnlich dreht es sich hier um die viel zu restriktiv vergebenen Equity-Ränge. Taylor Wessing hatte in Paris bislang über 50 Anwälte, aber gerade einmal fünf Equity-Partner. Seit der Büroeröffnung 2002 wurden fast keine neuen Partner ernannt. Die Erfahrung zeigt: Wer in Paris ein Büro aufbauen möchte, das sich ins übrige europäische Netzwerk einfügen soll, wird sich nicht auf solche antiquierten Praxiskonzepte einlassen können, die in Deutschland und Großbritannien längst der Vergangenheit angehören.

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