Prozessauftakt

Wegen Insiderhandel angeklagter Freenet-Chef vertraut auf Feigen

Seit heute muss sich Eckhard Spoerr, scheidender Chef des Telekommunikationsunternehmens Freenet, vor dem Landgericht Hamburg verantworten.Die Staatsanwaltschaft wirft ihm und seinem Finanzvorstand Axel Krieger Insiderhandel vor. Im Sommer 2004 sollen die beiden Manager jeweils 30.000 Aktien ihres Unternehmens verkauft haben - kurz bevor der Kurs wegen eines negativen Geschäftsberichts einbrach. Verdient haben sollen sie jeweils mehr als eine Million Euro.

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Spoerr beteuerte heute zum Prozessauftakt seine Unschuld und wies die Vorfürfe wie auch Krieger zurück. Das Unternehmen stellte sich hinter seine Manager.

Spoerr wird zum 23. Januar seinen Posten als Vorstandsvorsitzender aufgeben. Dieser Entscheidung vorangegangen war ein heftiger Machtkampf zwischen ihm und Großaktionären.

Vertreter Spoerr

Feigen Graf (Frankfurt): Hanns Feigen

Vertreter Krieger

Otmar Kury (Hamburg)

Landgericht Hamburg, 20. Große Strafkammer

Michael Kaut (Vorsitz)

Beide Verteidiger sind aus dem Markt bekannt. Feigen sieht überdies dem Beginn seiner nächsten Hauptverhandlung in zwei Wochen entgegen: Am 23. Januar beginnt der Prozess gegen den früheren Post-Chef Klaus Zumwinkel wegen Steuerhinterziehung. Kury gehört seit Jahren zu den angesehenen Hamburger Verteidigern.

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