Und täglich grüßt das Murmeltier... Sie haben inzwischen Tradition, die alljährlichen Meldungen, dass Frankfurt die Stadt mit der höchsten Anwaltsdichte ist. Damit es aber auf Dauer nicht langweilig wird, darf seit Mitte Dezember ein neuer Präsident des Hessischen Anwaltsgerichtshofs über die Zulassung entscheiden. Ingo Senger, Anwalt und Notar aus Kassel, übernimmt diesen Job von Wolfgang Matschke, der das Amt fast zehn Jahre inne hatte. Matschke dürfte entsprechend an der Zulassung einer nicht unerheblichen Menge der derzeit fast 15.000 Frankfurter Anwälte beteiligt gewesen sein. Ein Drittel davon, so schätzt der Hauptgeschäftsführer der Frankfurter Kammer Rolf Lauda, ist bei einer der über 300 Banken und anderen Wirtschaftsunternehmen angestellt, nur etwa jeder 20. hat seinen Arbeitsplatz bei einer der Top-Kanzleien am Main.
Und weil wir gerade bei Ämtern sind: Auch beim Bundesverfassungsgericht gab es im vergangenen Herbst eine Staffelübergabe. Verfassungsrichter Prof. Dr. Hans-Joachim Jentsch schied aus dem Zweiten Senat aus, sein Nachfolger ist Herbert Landau. Jentsch befasste sich unter anderem mit Parteienrecht, Wahlrecht und Parteiverbotsverfahren, unter anderem auch mit dem NPD-Verbotsverfahren und mehreren Fragen im Zusammenhang mit der Auflösung des letzten deutschen Bundestags. Im Dezember wurde Jentsch verabschiedet. Der 68-Jährige plant allerdings nicht den Rückzug in den Ruhestand, sondern will als Anwalt arbeiten.
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