Rechtsmarkt-Splitter 05/2004

Dies ist nun dem bisherigen Chef-Justiziar von Babcock Borsig, Dr. Georg Peter Cornelius Kränzlin, widerfahren. Der 49-jährige ehemalige Anwalt der Bremer Kanzlei Ahlers & Vogel war bereits im März 2003 in den Vorstand des insolventen Oberhausener Anlagenbauers berufen worden. Dort war er zuständig für die Bereiche Personal, Recht und Mergers & Acquisitions. Seit dem 1. April fungiert er als Alleinvorstand und wird sich der Abwicklung der schon abgeschlossenen Unternehmenskaufverträge, der Überprüfung der angemeldeten Gläubigerforderungen und der unternehmerischen Begleitung der nicht-insolventen Unternehmen bis zu einem späteren Verkauf widmen, teilte Kränzlin mit. Kränzlin folgt dem Düsseldorfer Insolvenzverwalter Horst Piepenburg (Piepenburg – Gerling), der Babcock Borsig als Vorstandsvorsitzender und so genannter Eigenverwalter bis Anfang des Jahres geführt hatte. Zudem vereinbarungsgemäß den Vorstand verlassen hat der seit Juli 2002 für Finanzen verantwortliche Görg-Partner Dr. Helmut Balthasar. Der Sanierungsspezialist nimmt seine Tätigkeit in der Kanzlei nun wieder in vollem Umfang wahr.

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Ein weiterer Sanierungsexperte, der Düsseldorfer Haarmann Hemmelrath-Sozius Hans-Jörg Hegerl, ist unterdessen zum Generalbevollmächtigten der Siegburger Unternehmensgruppe Mundorf ernannt worden. Die Gruppe kommt auf einen Umsatz von 200 Millionen Euro und arbeitet unter anderem in den Bereichen Kies-Gewinnung, Mineralölhandel und technische Keramik. Haarmann begleitet die Restrukturierung von Mundorf seit über einem Jahr.

Ebenfalls in ein Unternehmen, allerdings in den Aufsichtsrat, geht schließlich der Frankfurter Gleiss Lutz-Partner Dr. Stefan Rützel. Er wird laut einer Ad-hoc-Mitteilung bei der Hamburger Comtrade AG zusammen mit dem ehemaligen Arthur Andersen-Partner Stefan Grau zwei bisherige Aufsichtsräte ablösen.

Neuer Standortleiter im Münchner Büro von Clifford Chance ist ab Mai der Steuerrechtspartner Dr. Patrick Biagosch. Er löst den IP-Rechtler Dr. Joachim Feldges ab, der die Kanzlei verlässt und sich selbstständig macht (JUVE 01/04).

Außer den genannten sechs Anwälten gibt es in Deutschland übrigens noch weitere 126.793 – jedenfalls zum Stichtag am 1.1.2004. Dies teilte die Bundesrechtsanwaltskammer im März in ihrer jährlichen Anwaltsstatistik mit. Danach stiegen die Mitgliederzahlen bei den Rechtsanwaltskammern im Jahr 2003 um 4,4 Prozent. Die meisten Anwälte sind wie Biagosch und Feldges in München zugelassen (15.272), gefolgt von Frankfurt (13.651). Auf den weiteren Plätzen folgen Hamm, Köln, Berlin und Düsseldorf. (Jörn Poppelbaum)

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