Rechtsmarkt-Splitter 05/2005

Autor/en
  • JUVE

Auch wenn die Vielzahl von Kanzleieröffnungen in München eine andere Sprache zu sprechen scheint: Es ist der Main, und nicht die Isar, an den es die meisten Anwälte in Deutschland zieht. Die Folge: In der deutschen Anwaltshauptstadt Frankfurt müssen sich laut aktueller Statistik der BRAK nicht einmal 100 Einwohner einen Anwalt teilen, während in München immer noch 127 Bundesbürger auf einen Anwalt kommen. Um Frankfurts Status als unbestrittene Juristen-Metropole weiter zu untermauern, scheuen auch die Großkanzleien weder Kosten noch Mühen. Jüngstes Beispiel ist CMS Hasche Sigle. Deren Frankfurter Anwälte haben Ende März neues Quartier bezogen. Im Westend, Nähe Alte Oper, stehen den aktuell 43 Anwälten und 49 Mitarbeitern 4000 Quadratmeter zur Verfügung, Raum für Expansion inklusive. Bis zu 100 Anwälte sollen zukünftig in den neuen Räumen unterkommen. Schon zum Jahresende plant die Kanzlei, die 50-Anwälte-Grenze zu knacken. Womit sich dann demnächst nur noch 98 Frankfurter einen Anwalt teilen müssen.

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