Rechtsmarkt-Splitter 11/2005

Wer Juristen als Märchenerzähler bezeichnet, tut dieser Zunft gewiss Unrecht. Insoweit ist es wohl pures künstlerisches Interesse, dass das Bundesjuristenorchester zum Vorspiel von Humperdincks "Hänsel und Gretel" hat greifen lassen für das Programm seiner nunmehr vierten CD. Der Bedeutung des Standes schon wesentlich angemessener erscheint da die Wahl von Beethovens Fünfter, der "Schicksalssinfonie", die die über 80 Juristen unter Leitung von Klaus-Peter Modest, Dozent am Hamburger Brahms-Konservatorium einspielten.Musik zu machen ist jedoch nur eines der zahlreichen Projekte, mit denen sich Juristen neben der eigentlichen Mandatsarbeit beschäftigen. Nachdem zum Mai diesen Jahres sechs neue Fachanwaltschaften beschlossen wurden, bilden sich nun die Fachanwaltsausschüsse: Unter anderem hat sich im August der Fachanwaltsausschuss für Bau- und Architektenrecht der Rechtsanwaltskammer Berlin konstituiert und vereint so namhafte Anwälte wie Dr. Rolf Theißen (Dres. Theißen & Stollhoff), Dr. Henning Hauschke (Knauthe Eggers), Dr. Ralf Leinemann (Leinemann & Partner), Thomas Seewald (Mock) und Prof. Dr. Dieter Stassen (Hecker Werner Himmelreich & Nacken).

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Akademischer Ehrgeiz hingegen trieb Baker & McKenzie-Steuerrechtler Dr. Marc Scheunemann an, als er seine deutsch-französische Dissertation zur grenzüberschreitenden Konzernbesteuerung verfasste. Die Früchte kann er nun nicht nur in Form eines Doktortitels ernten. Er erhielt auch den von der International Fiscal Association verliehenen Mitchell B. Carroll-Preis, der im Rahmen des IFA-Kongresses in Buenos Aires verliehen wurde. Der Preis geht ausschließlich an Anwälte unter 35 und bringt neben der Ehre und einer Medaille auch ein Preisgeld von 5.000 Euro mit sich.

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