Der Anteil der Rechtsberatung blieb im Vergleich zum Geschäftsjahr 2006 konstant bei rund 35 Prozent. Hier ergibt sich ein ähnliches Bild wie im Gesamtunternehmen: Während der Anstieg der Rechts- und Steuerberatung weltweit etwa dem Niveau des Gesamtwachstums entsprach, erreichte er in Deutschland nur 5,73 Prozent (gegenüber 4,4 Prozent im Vorjahr). Hierzulande setzte die Kanzlei damit 61,2 Millionen in der Rechts- und Steuerberatung um und dürfte so weiter zu den 20 größten deutschen Anwaltssozietäten zählen. Im Jahr 2007 arbeiteten in Deutschland 197 Berufsträger in der Rechts- und Steuerberatung – sieben mehr als im Vorjahr.
Die wichtigsten Umsatzquellen im Ausland bilden laut Monika Kastl, der geschäftsführenden Partnerin für das Auslandsgeschäft, die bestehenden Standorte in Ländern wie Tschechien, Polen, Russland, Italien, China und den USA. Allerdings ist auch die Vielzahl neuer Büros, die Rödl 2007 außerhalb von Deutschland eröffnete, beachtlich. Allein sieben neue Standorte in Vietnam (Ho Chi Minh Stadt), Bulgarien (Sofia), Moldawien (Chisinau), Italien (Rom), Weißrussland (Minsk), Schweiz (Zürich) und Rumänien (Timisoara) eröffnete sie im vergangenen Jahr. Anfang 2008 kam eine weitere vietnamesische Niederlassung in Hanoi hinzu, die Eröffnung eines neuen Büros in Chicago steht unmittelbar bevor.
Besonders wichtig im Gesamtkontext seien etwa das internationale Transaktionsgeschäft und die steuerrechtliche Gestaltungsberatung im Zuge der Unternehmensteuerreform, teilte die Kanzlei mit. Dazu kommen die Vorbereitung und Begleitung von Nachfolgeregelungen im Vorfeld der Erbschaftsteuerreform, der Zugewinn wichtiger Mandate in der Jahresabschlussprüfung sowie die Begleitung von Städten und Kommunen bei der Umstellung auf das kaufmännische Rechnungswesen (Doppik). (Jörn Poppelbaum)
Erstmals veröffentlicht auf www.juve.de am 4. Juli 2008