Linklaters hatte Ende Januar als erste der europäischen Top-Kanzleien angekündigt, angesichts der weltweiten Finanzkrise radikale Einschnitte vornehmen zu wollen, später zogen Clifford Chance und Freshfields Bruckhaus Deringer nach.
Immer mehr Details sickern seitdem durch. So sollen Presseberichten zufolge von den angekündigten 100 bis 120 Associates, die in London gehen müssen, die meisten aus den Bereichen Kapitalmarktrecht und Banking stammen. Am stärksten schrumpfe allerdings im Verhältnis das Immobilienwirtschaftsteam, das um knapp ein Viertel kleiner werden soll.
Weltweit könnten bis zu 70 Equity-Partner von der Restrukturierung betroffen sein, auch Deutschland ist berührt. Allerdings kann über die genaue Anzahl nur spekuliert werden. Im Umfeld der Kanzlei hieß es, von einigen Partnern hätte sich Linklaters auch ohne das Programm getrennt, wieviele weitere hinzukommen, werde man sehen. Ein Partner sagte, vier bis fünf Partner würde es dieses Jahr treffen.
Deutsche Associates können sich dagegen nach Kanzleiangaben ihrer Jobs sicher sein. Senior Partner Dr. Michael Lappe sagte gegenüber JUVE, dass sich die Kanzlei im Rahmen von ‚New World‘ von keinem Associate trennen werde. „Wir kündigen nicht und wir drängen niemandem eine Trennung auf. Wir sind in Deutschland gut aufgestellt.“ In den Business Services werde es dagegen zu einzelnen „sozial verträglichen Trennungen“ kommen.
Spekulationen zufolge wird es neben London und Deutschland auch zu Einschnitten in Japan, Spanien, Italien und Schweden kommen. In New York dagegen rechnen Beobachter mit nur maximal fünf Associates, die gekündigt werden. (Jörn Poppelbaum)