Strasser führte seit 1992 den Rechtsdienst der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Als ehemaliger Präsident der Vereinigung Schweizerischer Unternehmensjuristen ist er zudem eine prägenden Figur im Bankenwesen der Alpenrepublik.
Sein Nachfolger Fischer berichtet künftig direkt an Martin Scholl, den Vorsitzenden der Geschäftsleitung. Derzeit ist Fischer noch als General Counsel der UBS Switzerland tätig. Der Jurist hatte nach seinem Studium zunächst vierzehn Jahre für die Credit Suisse gearbeitet, bevor er zur UBS wechselte. Wer ihm dort nachfolgen wird, ist bislang nicht bekannt.
Die ZKB ist mit gut 5.100 Mitarbeitenden und einer Bilanzsumme von 154 Milliarden Schweizer Franken die größte Kantonalbank. Sie gehört nach einer Verfügung der Schweizerischen Nationalbank im November 2013 zur höchsten Liga der Schweizer Bankenwelt. Damals ist sie zu einem systemrelevanten Institut aufgestiegen und wird damit gleichrangig behandelt wie die UBS und die Credit Suisse. Das heißt aber auch, sie muss strengere Eigenmittelanforderungen erfüllen und Notfallpläne bereithalten. Im August 2014 wurde dann die Raiffeisengruppe zur vierten systemrelevanten Bank der Schweiz ernannt, seit Herbst 2015 ist auch die SNB Postfinance als solche eingestuft.
Die ZKB ist aber auch ins Schweizer Börsengeschehen eingebunden. So bildete sie jüngst mit Credit Suisse, Bellevue und Vontobel ein Bankenkonsortium für den IPO von Investis. Dabei wurden die Finanzinstitute von der Kanzlei Homburger beraten. Die Westschweizer Immobiliengesellschaft Investis war nach dem Genfer Internet-Sicherheitsfirma WiSeKey und dem Vakuumpumpen-Hersteller VAT bereits die dritte Firma, die den Gang zum Parkett der SIX Swiss Exchange in diesem Jahr wagte.